‚Your sneak preview of the future‘ ist der Slogan von Innovation Origins und darum geht es auch in der Kolumne Start-up of the Week. In den letzten Tagen wurden fünf Start-ups des Tages vorgestellt und am Samstag wählen wir einen Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Werktag ein Start-up of The Day.

Wir betrachten verschiedene Aspekte wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und die Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung. Unsere Wochensieger können Preise gewinnen. Darüber hinaus können unsere Wochengewinner einen weiteren Preis erhalten. Denn am Ende eines jeden Kalendermonats wählen unsere Leser zusammen mit den Redakteuren von IO den Start-up des Monats!

Monkee – Das hippe Sparschwein?

Sparen ist in den Augen vieler Menschen nicht gerade angesagt und es sparen auch deutlich weniger als in der Vergangenheit. Es bringt wegen der historisch niedrigen Zinssätze auch einfach nicht so viel ein. Gleichzeitig ist das Ausgeben von Geld so einfach wie nie zuvor. Mit wenigen Klicks kannst du im Internet alles kaufen, was dein Herz begehrt. Dadurch verschwindet wieder Geld, das auf dem Sparkonto hätte sein können. Dennoch ist es sicherlich ratsam, etwas Geld für schlechte Tage zurückzulegen. Was passiert, wenn die Waschmaschine plötzlich ausfällt? Oder einen das Finanzamt zu Unrecht des Betrugs bezichtigt?

Das deutsche Start-up Monkee hat sich die Spielebranche genau angesehen und ein Sparkonto entwickelt, das das Sparen in ein Spiel mit Belohnungen verwandelt. Mit clevere Grafiken, die einem sofort zeigen, was Sparen auf Dauer bringen kann und die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen zu „sparen“, sollte Sparen sein angestaubtes Image verlieren.

Spraysafe – Frischhaltefolie ohne Kunststoff

Einwegplastik ist derzeit der Weg, Lebensmittel über einen längeren Zeitraum zu lagern und aufzubewahren. Sie wissen aber wahrscheinlich, dass Kunststoff eher schlecht für die Umwelt und das Klima ist. Er ist also etwas, das wir loswerden müssen. Aber das ist nicht so einfach. Wie können wir also die Vorteile, aber nicht die Nachteile dieser Art von Materialien haben? Eine Antwort auf diese Frage kommt aus Portugal und heißt Spraysafe.

Warum ist Verpackung überhaupt notwendig? – Das haben sie sich gefragt. Anstatt sie zu verwenden, kann man die Produkte auch selbst resistent gegen den Zerfallsprozess machen. Sie entwickelten eine gelatineähnliche Beschichtung, die auf Fleisch, Fisch und Gemüse gesprüht werden kann, damit sie nicht verdirbt. Die transparente Flüssigkeit besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen, ist geschmacksneutral und sicher im Gebrauch. Heißt das, dass alte Zeitungen auch als Verpackung ein Comeback erleben werden?

RoNik – Fliegende Messmaschinen

Messarbeiten werden an den unterschiedlichsten Orten durchgeführt. In den meisten Fällen ist ein Mensch durchaus in der Lage, das selbst zu tun, aber es gibt Situationen, in denen man die Messarbeit lieber von einer Maschine ausführen lassen möchten. Denken Sie an Orte in großer Höhe, an Orte, an denen es giftige Stoffe gint, oder an dunkle Höhlen mit engen Durchgängen. Wenn es nur ein ferngesteuertes Flugzeug gäbe, das mit einer Kamera und eingebauter Ausrüstung Dinge mit chirurgischer Präzision messen könnte. Oh, in anderen Worten, Drohnen.

Dass Drohnen für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden können, wurde bereits mehrfach in der Rubrik Start-up of the Week erwähnt. Die kleinen „Vögel“ der niederländischen Firma RoNik machen schwierige Messarbeiten extrem einfach. So fliegen sie beispielsweise in hohe Tanks, in denen Öl gelagert wird, um die Dicke des Metalls mittels Ultraschalltechnologie zu messen. Die Piloten von RoNik haben schon mehrere Auszeichnungen für ihre hervorragenden Fähigkeiten als Drohnenpiloten erhalten. Wie kommt es dazu? Das Fliegen in einem schmutzigen, engen, dunklen Tank ist viel schwieriger als das Fliegen im Freien.

Mecuris – Mit 3D gedruckte Prothesen

Das Jahrzehnt der 2010er Jahre liegt fast hinter uns, daher ist das ein guter Zeitpunkt, um einen Blick zurück zu werfen. In den letzten zehn Jahren sind beispielsweise Drohnen und 3D-Drucker Alltag geworden. Wir haben die Drohnen von RoNik bereits kennengelernt und können nun einen Blick auf die deutsche Firma Mecuris werfen, wenn es um eine neue Anwendung für 3D-Drucker geht. Was machen sie genau? Mit ihrer Plattform senken sie die Barrieren von Technologie so weit, dass sowohl der Designer als auch der Anwender damit arbeiten kann.

Bis vor kurzem war das veraltete Bild eines Piraten mit Holzbein nicht ganz so weit von der Realität entfernt. Natürlich sah ein künstliches Bein aus wie ein Bein, aber ansonsten war es nichts anderes als ein maßgeschneidertes Stück Holz oder Kunststoff. Mit dem Erscheinen des 3D-Druckers stehen viele weitere Optionen zur Verfügung, die mit dieser Plattform optimal genutzt werden können.

VividQ – Wo sind die Hologramme?

Hologramme sind cool und sind vielleicht das am weitesten verbreitete Stück Technologie, das man in Science-Fiction-Filmen und Serien sieht. Diese Technologie ist seit einigen Jahren technisch möglich, aber es gibt immer noch ein Problem. Dabei geht es nicht um die Erstellung von Bildern, sondern vor allem um Geräte, die zur Projektion dieser Bilder benötigt werden. Ein hervorragendes Beispiel dafür war der Fall von Google Glass vor einigen Jahren. Auf dem Papier funktionierte alles fantastisch, aber es stellte sich heraus, dass es eine heikle Sache, die Kopfschmerzen bereitete.

Menschliches Sehen zu imitieren, ist komplexer als bisher angenommen. Im Moment arbeiten Hologrammhersteller noch an einer Leinwand oder einer intelligenten Brille, die mit ihren Projektionen die Umgebung wirklich verändern können. Solange es das nicht gibt, wird diese Technologie die Herzen der Menschen nicht erobern. Das britische Team von VividQ hat eine Software entwickelt, um die Holographie ins Wohnzimmer zu bringen, ohne störende Hardware. Mit ein paar Mikroprojektoren können Hologramme überall auftauchen. Und sie können von jedem Smartphone oder Computer aus gesteuert werden. Das bedeutet, dass man keine sperrige Google-Brille und keinen sehr teuren Beamer mehr benötigt.

Das Potenzial der flexiblen Hologramm-Technologie ist endlos. Man denke an Meßinstrumente auf der Fahrbahn während der Fahrt, bewegliche Computeranimationen im eigenen Wohnzimmer – oder praktische virtuelle Widgets auf einer realen Tischplatte. Aufgrund der Nachteile sowohl bei Projektorleinwänden als auch bei Wearables war das bisher Zukunftsmusik. Damit die Hologramm-Technologie wirklich Fuß fassen kann, muss VividQ vielleicht umdenken. Werden sie in unserem täglichen Leben eine lebendige, virtuelle Welt zu einer Möglichkeit machen? Wer weiß?! Eines ist sicher: Sie sind in dieser Woche das Start-up of the Week bei Innovation Origins!