© Monkee

Sparen fürs Alter, für einen neues Auto, für eine Urlaubsreise, das Studium der Kinder und dergleichen, gute Vorsätze hat wohl jeder, mit der Durchführung hapert es dann aber oft. Die Erfinder des österreichische Start-ups Monkee wollen und können dabei helfen, seine Sparziele zu erreichen. Ihre App hilft dabei, die Motivation nicht zu verlieren und Sparen wieder zur Gewohnheit zu machen. Und Sparen soll Spaß machen.

Monkee-CEO und Mitbegründer Martin Granig hat sich mit Innovation Origins über sein Unternehmen unterhalten.

Die Monkee-Gründer: v.l: Jean-Yves Bitterlich, Christian Schneider, Martin Granig © Monkee

Wie kamen Sie auf die Idee zur Gründung des Start-ups?

Die Gründer, Martin Granig und Christian Schneider sind Familienväter, d.h. die Zukunftsvorsorge für ihre Kinder beschäftigt sie auch privat. Außerdem sparen wir heutzutage immer weniger. Sparen gilt als nicht mehr zeitgemäß und „uncool”. Geld ausgeben ist dagegen heutzutage so einfach wie nie zuvor. Die Balance zwischen Konsum und Sparen gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Und das, obwohl finanzielle Sorgen schon jetzt der Stressfaktor Nummer 1 sind. Zukunftsvorsorge wird nicht mehr ernst genommen oder immer weiter aufgeschoben.

Monkee will Menschen dabei helfen, finanziell gesünder zu leben. Wir sind davon überzeugt, dass ein holistisch gesundes Leben eine Balance zwischen physischer, mentaler UND finanzieller Gesundheit bedeutet. Eine schlechte finanzielle Gesundheit wirkt sich dementsprechend auf alle anderen Lebensbereiche negativ aus. Monkee sieht sich als ein logischer nächster Schritt des generellen Gesundheitstrends, und möchte nach der physischen und mentalen Gesundheit einen Beitrag zur Verbesserung der finanziellen Gesundheit liefern.

Was macht Monkee, bzw. Ihr Produkt, im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz besonders und welche Probleme löst es?

Neben einer modernen Benutzeroberfläche setzt Monkee auf Zielsparen und das speziell entwickelte 2-Click-Saving-Feature. Heruntergebrochen auf kleine Wochenziele kostet der Laptop oder das neue Handy dann nicht 1.000 Euro, sondern über einen gewissen Zeitraum 10 Euro pro Woche – das macht psychologisch einen großen Unterschied. Ein digitaler Finanzcoach motiviert zusätzlich und hilft, Ziele auch wirklich zu erreichen.
Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Monkee auf eine nachhaltige Änderung des Spar- und Konsumverhalten und versucht das Problem, dass wir zu wenig sparen und zu viel Geld ausgeben, nicht mit reiner Automatisierung zu lösen. Mittelfristig soll Sparen so wieder in den Alltag integriert werden – und das ohne große Verzichte. Und das wichtigste: Mit Monkee macht Sparen Spaß!
Das Monkee-Sparkonto bei unserer Partnerbank ist für den Nutzer komplett kostenlos und kann mit jedem bereits bestehenden Girokonto (in Deutschland und Österreich möglich) verbunden werden. Dein Sparkonto läuft auf deinen Namen und du kannst deine Sparziele jederzeit wieder auflösen und dein Geld auf dein angegebenes Referenzkonto zurücküberweisen.

Was war die größte Hürde, die Sie überwinden mussten?

Die Gründer sind Quereinsteiger in die FinTech Branche. Daher mussten wir uns in einem ersten Schritt mit den regulatorischen Voraussetzungen auseinandersetzen und geeignete Partner für die Umsetzung der Bankenprozesse finden. In der Bankenwelt gehen die Uhren aber „etwas langsamer” als in einem Start-up und so hat es uns einige Zeit gekostet, einen Partner zu finden, der in dieser sehr frühen Phase uns bei der Umsetzung unterstützt hat.

Gab es einen Moment, an dem Sie aufgeben wollten?

Nein. An Aufgeben haben wir nie gedacht, auch wenn es natürlich immer wieder schwierige Situationen zu meistern gibt. Wir hatten ganz am Anfang unseres Projektes eine interessante Situation: Wir haben versucht, mit ein paar Experten der Finanzbranche über unsere App zu sprechen und uns wurde fast von allen empfohlen, nicht in den Finanzbereich einzusteigen, da dieser so hoch reguliert und schwierig zu bearbeiten sei. Wir wollten uns davon aber nicht abbringen lassen und haben eine Herausforderung nach der nächsten gelöst. Wir waren eventuell ein bisschen naiv und haben nicht genau gewusst was da wirklich alles auf uns zukommt.

© Monkee

Was hat Sie besonders stolz gemacht?

Seit diesem Sommer ist die Monkee App kostenlos im App Store und im Google Play Store erhältlich. Tausende Menschen nutzen Monkee in der Zwischenzeit. Und jeden Tag werden es mehr. Damit hat Monkee einen realen Einfluss auf das Leben ziemlich vieler Menschen und hilft ihnen tagtäglich, weniger Geld für unnötige Impulskäufekäufe auszugeben sondern dieses für ihre Ziele zu sparen.

Monkee konnte sich schon eine große Förderung des AWS (Austria Wirtschafts Service) sichern und einen Business Angel von V/G Ventures an Bord holen. Noch vor dem Launch sicherte sich Monkee so ein mittleres sechsstelliges Investment. Seitdem konnten wir auch schon einige Preise und Auszeichnungen gewinnen wie vor kurzem die Auszeichnung als Digital Hero durch die Standortagentur Tirol.

Stolz macht uns außerdem unserer Einzug in den renommierten Amsterdamer FinTech Accelerator Think Forward von ING, Dell, Deloitte, IBM, AWS und dem Centre for Economic Policy Research – CEPR, wo wir gemeinsam mit sieben anderen internationalen Start-ups an der Weiterentwicklung der App und unserer Mission arbeiten.

Was können wir in den kommenden Jahren von Monkee erwarten?

Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Monkee App und haben noch unzählige Ideen für neue Funktionen. Neben einigen Neuerungen der jetzigen Gratisversion, arbeiten wir derzeit auch an einer Premium-Version mit vielen zusätzlichen Features, die dich noch besser dabei unterstützen können, deine Ziele auch wirklich zu erreichen.

Was ist Ihre Vision für Monkee? Wo sehen Sie sich in fünf oder zehn Jahren?

Monkee hat die Vision, Menschen finanziell gesünder zu machen und sie auf ihrer Reise dahin ganzheitlich zu unterstützen. Dafür möchte Monkee nicht nur Sparen wieder in den Alltag integrieren, sondern einen nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgang mit Geld fördern – vom alltäglichen Sparen über nachhaltiges Investieren bis zum bewussteren Konsumieren. Nach dem erfolgreichen Wachstum von unserem aktuellen Produkt, planen wir daher über die nächsten fünf Jahren sowohl eine internationale Expansion, als auch die Erweiterung von Produkten für die ganzheitliche Abdeckung des Themas „Financial Health”.

Sie interessieren sich für Start-ups? Lesen Sie hier alle Artikel aus unserer Serie.

[/mepr-show]

Werden Sie Mitglied!

Auf Innovation Origins können Sie täglich die neuesten Nachrichten über die Welt der Innovation lesen. Wir wollen, dass es so bleibt, aber wir können es nicht allein tun! Gefallen Ihnen unsere Artikel und möchten Sie den unabhängigen Journalismus unterstützen? Dann werden Sie Mitglied und lesen Sie unsere Geschichten garantiert werbefrei.

Über den Autor

Author profile picture Petra Wiesmayer ist seit mehr als 25 Jahren als Journalistin und Autorin tätig. Sie hat bis heute hunderte Interviews mit Prominenten aus Entertainment, Sport und Politik geführt und zahllose Artikel über Entertainment und Motorsport für internationale Medien recherchiert und verfasst. Als großer Science-Fiction-Fan ist sie fasziniert von Technologien, die die Zukunft der Menschheit mitbestimmen könnten und liest und schreibt gerne darüber.