„Your sneak preview of the future“ ist der Slogan von Innovation Origins und genau das steht bei unserer Kolumne Start-up of the Week im Vordergrund. In den letzten Tagen wurden fünf Start-ups of The Day vorgestellt und am Samstag wählen wir den Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Werktag ein Start-up of The Day.

Wir betrachten dabei verschiedene Themen wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und inwieweit sie mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung übereinstimmen. All das wird bei der Auswahl in Betracht gezogen und am Ende wird das Start-Up of The Week verkündet.

Einride: Elektro-LKWs ohne Führerstand und ohne Fahrer

Um die Weltwirtschaft bis zu einem gewissen Grad am Laufen zu halten, müssen die Dinge ständig von A nach B transportiert werden. Und obwohl das 21. Jahrhundert jetzt in sein drittes Jahrzehnt eintritt, geschieht das immer noch auf die gleiche Art und Weise wie im 20. Jahrhundert: mit einem altmodischen LKW, der einen schmutzigen Dieselmotor und einen menschlichen Fahrer hat. Das kann man viel nachhaltiger und effizienter machen, denkt das schwedische Start-up Einride.

Autonome LKWs sind im Prinzip nichts Neues, bestehen aber meist noch aus einem „altmodischen“ Chassis, das intelligenter Ausstattung an Bord hat, während der konventionelle Motor weiterhin vor sich hin brummt und somit noch immer noch jede Menge CO2 ausstößt. Deshalb haben die Skandinavier das gesamte Design geändert und ein Transportmittel geschaffen, das so kompakt wie möglich und so nachhaltig ist wie die modernsten Elektrofahrzeuge von heute. Das bedeutet, dass man immer noch schwere Güter transportieren kann, aber ohne ökologische und personelle Probleme. Und außerdem braucht dieser „Fahrer“ nie Schlaf oder extrem schlechte Snacks aus einem Straßenrestaurant mit zweifelhaften Hygienestandards.

Edward – das e-PA für Super-Verkäufer

Technologie für virtuelle Assistenten wird langsam aber sicher immer besser. Anwendungen wie Alexa oder Siri sind allgemein aber relativ einfach und haben einen Allround-Charakter. Musik machen, Termine auflisten oder die Wettervorhersage vorlesen ist oft durchaus möglich, aber bei konkreteren Wünschen muss irgendwo eine Taste gedrückt oder Text eingegeben werden.

Edward ist anders, er wurde als mobiles Gerät und speziell für die Arbeit von Verkäufern entwickelt. Der virtuelle Assistent, der derzeit Polnisch und Englisch spricht, kann alle mit einem Verkauf verbundenen Formalitäten übernehmen und die Kundendaten selbst speichern. Dies bedeutet, dass der Verkäufer nur das tun muss, was er am besten kann: Vielleicht könnten das Gesundheitswesen und der Bildungssektor auch einen Edward gebrauchen….

Styleriser – Der Software-Stylist

Was ist eigentlich deine „Farbe“? Die meisten Menschen werden auf diese Frage nicht sofort eine klare Antwort haben. Etwas, das ein kleines Glücksspiel sein kann, wenn man nach einem perfekt passenden Kleidungsstück sucht. Und um das noch zu verschlimmern, haben wir jetzt Zugang zu kompletten Bekleidungsgeschäften mit einem sehr breiten Sortiment. Dieses Angebot ist so groß, dass man schnell die Übersicht verliert. Aber auch wenn das Angebot sehr schnell wächst, hilft ein Algorithmus! Mit Hilfe eines Selfies bestimmt die Styleriser-Software die Farben, die am besten zu Ihrem Teint und ihrer Figur passen.

Dieser digitale Personal Shopper erledigt alle Vorarbeiten, indem er Ihre Gesichtsform und die Farbe Ihrer Augen, Haut und Haare berücksichtigt. Ihre Wahl kann auch mit anderen Kleidungsstücken kombiniert werden, so dass Sie eine große Farbpalette in Ihrem Set erstellen können. Nach Ansicht der Designer ist das notwendig, da sich die Rahmenbedingungen im Einzelhandel in den letzten Jahren rasant verändert haben und die Auswahl dadurch übermäßig groß geworden ist. Darüber hinaus haben Online-Shops keine Mitarbeiter, die bestimmte Kombinationen empfehlen oder von ihnen abraten können. Hier kommt also der Online-Assistent ins Spiel, der aber trotzdem nicht sagen kann, dass er „auch dieses Shirt hat“, da ein Styleriser immerhin keine Hautfarbe, Gesichtsform oder physischen Körper hat.

WEtell – Das Mobilfunknetz mit Nachhaltigkeitszertifizierung

Es ist nicht einfach, klimaneutral zu leben. Natürlich können Sie Ökostrom nutzen, weniger Fleisch essen und öfter Fahrrad fahren. Aber eines unserer beliebtesten Spielzeuge verursacht immer noch beachtenswerten CO2-Ausstoß – das Smartphone! Natürlich gibt es Marken wie Fairphone, die schadstofffrei hergestellt werden. Aber das löst nur einen Teil des Problems. Ihr Provider arbeitet mit Netzmasten und, Sie haben es erraten, diese sind klimaschädlich. Alternativen waren bis vor Kurzem auch nicht verfügbar, außer, dass man sein Leben dann eben ohne Smartphone verbringen müsste.

Das deutsche Start-up WEtell geht das Problem jedoch im Kern an. Seine Mission ist es, auch die Versorgung der Netzwerke und Anbieter umweltfreundlicher zu gestalten. Deshalb haben sie ihren eigenen Telekommunikationsdienstleister gegründet. Und das spiegelt sich in allen Facetten des Unternehmens wider. Ihr Zauberwort ist Konsistenz. Die Kunden sind sich bewusst, dass die Meere aufgrund ihrer Dienstleistungen nicht wärmer werden, wenn sie mit WEtell arbeiten. Diese Philosophie spiegelt sich in ihrem gesamten Geschäftsbetrieb wider und sie legen auch großen Wert auf Datenschutz. Es ist schade, dass Hacker und Bösewichte nicht über den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum hinausgehen können, um zu sehen, ob Sie Ihr Smartphones nachhaltig nutzen.

Biosure – HIV-Check außerhalb einer Klinik

Obwohl HIV heute nicht mehr die tödliche Krankheit ist, die sie Ende des letzten Jahrhunderts noch war, kann sie noch immer ein chronischer, gefährlicher Zustand sein, bei dem die Patienten ein Leben lang dazu verdammt sind, teure HIV-Hemmer zu schlucken. Und da Prävention immer besser ist als eine chronische Krankheit, sollte alles getan werden, um ihren Status so bequem wie möglich zu bestimmen. Da die Umstände, unter denen eine HIV-Infektion in der Regel auftritt, nicht zu den Themen gehören, über die man gerne spricht, kann dies nun von zu Hause aus erfolgen.

Schnelle HIV-Tests zu Hause gibt es zwar schon seit einiger Zeit, aber bisher hatten sie einen großen Nachteil. Wenn der Benutzer den Test nicht korrekt durchführt, kommt es zu einer negativen Bewertung, die möglicherweise falsch ist. Der Biosure-Test zeigt, dass aufgrund einer falschen Anwendung kein unzuverlässiges Ergebnis möglich ist. Als Inspiration diente der nur allzu vertraute Schwangerschaftstest, der vor allem für seine Einfachheit bekannt ist. Scham, Wartezeiten, Aufregung und Unsicherheit gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Um die Epidemie zu stoppen, die sich weiter ausbreitet, ist es sehr wichtig, dass jeder in Hochrisikogruppen seinen Status kennt; die „unbewusste“ HIV-positive Gruppe könnte durchaus das größte Risiko darstellen. Dieses Risiko gilt nicht nur für sie selbst, sondern auch für andere. All das kann verhindert werden. Darüber hinaus ist die Lebenserwartung eines Menschen, der an der Infektionskrankheit erkrant ist, nicht mehr geringer als die eines gesunden Menschen – solange er seine antiretroviralen Mittel schluckt. Außerdem kann es auch sowwit gehen, dass der Virus gar nicht mehr nachweisbar ist, so dass keine Gefahr einer Übertragung besteht. Dieser superschnelle und genaue Selbsttest rettet Leben, spart Kosten und sollte im nächsten Jahr in ganz Europa erhältlich sein. Und, last but not least, darf sich Biosure auch als Start-up der Woche bezeichnen.

Sie interessieren sich für Start-ups? Hier finden Sie weitere Artikel zum Thema