‚Your sneak preview of the future‘ ist der Slogan von Innovation Origins und darum geht es auch in der Kolumne Start-up of the Week. In den letzten Tagen wurden fünf Start-ups des Tages vorgestellt und am Samstag wählen wir einen Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Werktag ein Start-up of The Day.

Wir betrachten verschiedene Aspekte wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und die Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung. Unsere Wochensieger können Preise gewinnen. Darüber hinaus können unsere Wochengewinner einen weiteren Preis erhalten. Denn am Ende eines jeden Kalendermonats wählen unsere Leser zusammen mit den Redakteuren von IO den Start-up des Monats!

Alphabeats – Musik zum Entspannen!

Dass Musik einen großen Einfluss auf den Gemütszustand hat, ist unbestritten. Sie kann beim Sport motivieren, aber auch zur Entspannung beitragen. Woher wissen wir eigentlich genau, welche Art von Musik eine anregende oder entspannende Wirkung auf unser Gehirn hat? Das ist bei all den unzähligen Stilen und Genres immer noch ein kleines Ratespiel. Die selbstlernende Technologie von Alphabeats ist in der Lage, die Gehirnaktivität und den Herzschlag mit der Musikliste eines Menschen abzugleichen. Alphabeats hat seinen Sitz in den Niederlanden und arbeitet mit Philips zusammen.

Das Programm wählt automatisch Musik aus, die den Hörer in eine gute Stimmung versetzt. Alphabeat soll vor allem in Zeiten, in denen überall Stress lauert, für ein wenig Entspannung sorgen. Die Welt um uns herum bietet mehr Anreize als je zuvor. Und das wirkt sich auch auf den Cortisolspiegel in unserem Gehirn aus. Mit Hilfe einer App auf dem Smartphone werden die Hörfrequenzen der Musik automatisch angepasst, damit sich der Geist besser entspannen kann.

Kindow – Intelligenter Sonnenschutz

Im Durchschnitt sitzen die Menschen zu 90 % der Zeit in Innenräumen, obwohl wir Tageslicht brauchen. Außerdem ist unsere biologische Uhr auf ein tropisches Klima mit viel Sonnenschein eingestellt. Und das bedeutet, dass es uns massenhaft an Tageslicht fehlt. Und wenn Sie in einem stickigen Büro unter trübem Neonlicht arbeiten … nun, das v´bringt Probleme.

Das niederländische Team von Kindow hat Vertikaljalousien und Rollos entwickelt, die sich automatisch an die ideale Tageslichtmenge am Arbeitsplatz anpassen. Das sollte die Produktivität und das Wohlbefinden verbessern. Selbst an heißen Sommertagen machen sie ihre Arbeit, indem sie sich vollautomatisch schließen. Dieser flexible Sonnenschutz spart auch Kosten für Strom, Heizung und Klimaanlage. Dank Kindow haben der Bürogarten und seine Nutzer jederzeit optimales Lich. Die Bewässerung ist das Einzige, was noch von Hand erledigt werden muss.

Solabolic – Von der Wüste zum Solarkraftwerk?

In den letzten zehn Jahren ist Solarenergie immer erschwinglicher geworden. Und Europa geht es bezüglich der Sonneneinstrahlung, trotz der steigenden Temperaturen, noch immer einigermaßen gut. Ein gigantischer Solarpark in der Sahara könnte auf dem Papier eine hervorragende Idee sein. Aber das ist leichter gesagt als getan. Die österreichische Firma Solabolic hat eine völlig neue Bauweise entwickelt, die Solarenergie in Märkten ermöglicht, in denen es weniger Know-how auf diesem Gebiet gibt.

Die Zellen von Solabolic funktionieren wie eine Art Hängebrücke, die sich automatisch krümmt. Dadurch macht die darunter liegende Oberfläche keinen Unterschied mehr. Das führt zu einer flexibleren Konstruktion, die sicher gegen Vandalismus ist, kein Vorwissen erfordert und zudem wesentlich größer als die der Wettbewerber werden kann.

Carrypicker

Carrypicker – macht den Transport zum Spitzensport

Versuchen Sie, das zu begreifen. Ordnung schaffen im Chaos des gesamten dezentralen Güterverkehrs in Europa. Das ist es, was die künstliche Intelligenz von Carrypicker für uns tut. Und das wird dringend benötigt. Man kann die Logistik des Güterverkehrs derzeit noch nicht als effizient bezeichnen. Auf den deutschen Straßen werden nicht weniger als 30% der im Verkehr vorhandenen Frachtkapazität nicht genutzt. Was für eine Verschwendung. Der Grund? Es gibt kaum Koordination.

Carrypicker will den konservativen, analogen Verkehrssektor aufmöbeln. Der zentralisierte Ansatz der KI-Software von Carrypicker gleicht die Routen mit der Ladung ab. Auf diese Weise können mehrere Ladungen in einem einzigen Waggon kombiniert werden. Außerdem kann sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt für eine volle Ladung gesorgt werden und es können sogar die Routen mehrerer Unternehmen kombiniert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Staus auf der Straße, weniger Treibhausgasemissionen, geringere Personalkosten und höhere Gewinne für die Transportunternehmen. Allerdings dürfte sich dieser Ansatz negativ auf den Pizzaabsatz in den Restaurants am Straßenrand auswirken.


Natural Machines – Werfen Sie Ihre Essensreste in einen 3D-Drucker

Eine Küchenmaschine, in die Sie Ihre Zutaten einfüllen und automatisch innerhalb von drei Minuten zu einer feinen Mahlzeit mischen. Das klingt nach Science-Fiction, aber bei Innovation Origins liest man oft über Dinge, die sich nicht nur als Wissenschaft, sondern auch als Tatsache herausstellen. Das spanische Start-up Natural Machines hat eine neue Anwendung für 3D-Drucktechnologie in der heimischen Küche entwickelt. Ihre Foodini Küchenmaschine kann jedes Haus in eine kleine Lebensmittelfabrik verwandeln.

Man gibt einfach genau das, was man essen will, in die App ein. Dann gibt man die Zutaten in eine Kartusche und die Maschine erledigt den Rest. So muss man sich keine Rezepte mehr merken und auch „Resteessen“ gehört der Vergangenheit an. Der heutige ‚Foodini Creator’ hat eine umfangreiche Menü-Bibliothek, die sowohl warme als auch kalte Gerichte für jede Tageszeit anbietet. Derzeit müssen sie noch in Produktion gehen. Aber die zweite Generation dieser Geräte wird nicht nur Mahlzeiten drucken, sondern soll auch mit dem Kochen und Backen beginnen. Vielleicht wird auch der Küchenherd bald der Vergangenheit angehören.

Leider konnten wir noch nicht herausfinden, ob die Küchenmaschine die gleiche Liebe in das Essen stecken kann wie die Mutter oder Großmutter. Aber die diensthabende Redakteurin würde ein Foodini-Gerät gerne testen (€4.000). Natürlich nur zum Zweck der Überprüfung.

Das ultimative Ziel dieses Start-ups ist es, in kürzester Zeit frische und gesunde Lebensmittel zu produzieren und keine Nahrungsmittel mehr zu verschwenden. CNN hat Lynette Kucsma bereits zur Superheldin ernannt. Und auch bei IO haben wir uns für die Vision der katalanischen Unternehmerin begeistert. Deshalb wurde ihr Unternehmen zum Start-up der Woche gekürt!

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