Mehr als die Hälfte aller Haushalte in Europa haben es laut des Water Security Surveys von Grohe schon erlebt: Schäden durch Leitungsleckagen, auslaufende Waschmaschinen, eindringendes Regenwasser oder insgesamt dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit. In der Mehrzahl der Fälle ist der Schaden schon groß, bevor die Bewohner das Problem überhaupt bemerken. Sensoren, die die Feuchtigkeit ohne Verzögerung registrieren und melden sind Teil einer möglichen Lösung. Vernetzte Sensoren, die die Daten nicht nur adhoc melden, sondern laufend erheben, auswerten und sie einem größeren IT-Eco-System von unterschiedlichen Dienstleistern wie etwa Versicherungsunternehmen zur Verfügung stellen, eröffnen ein viel breiteres Geschäftsfeld. Relayr, Berliner IoT-Start-up mit Niederlassung in München, und der Sanitär-Spezialist Grohe haben jetzt eine Partnerschaft verkündet, um sich dieser vernetzen Zukunft intensiver zu widmen.

Relayr macht sich seit einigen Jahren einen Namen damit, bestehende Maschinen und Anlagen so aufzurüsten, dass unterschiedliche Software miteinander verbunden und die an Maschinen oder Fahrzeugen entstehenden Daten gelesen und intelligent miteinander verbunden werden können. So schafft es auch der riesige Bestand an produktiven Systemen, der bei kleineren und mittleren Unternehmen zuverlässig seinen Dienst versieht, ins Internet der Dinge (IoT).

Während Unternehmen wie Siemens in erster Linie auf die große installierte Basis eigener Produkte setzen, agiert Relayr mit den eigenen Lösungen bewusst offen und markenübergreifend. Auf der so geschaffenen Datenplattform können dann Services wie eine vorausschauende Wartung aufgesetzt, Betriebsabläufe optimiert oder eine passgenaue Erneuerungsinvestition geplant werden.

Aber auch Versicherungsunternehmen sehen im so geschaffenen Internet der Dinge eine Chance, neue Dienstleistungen anzubieten. Ein Grund dafür, warum der Münchner Rückversicherungsriese Munich Re kürzlich aus der Partnerschaft mit Relayr eine hunderprozentige Übernahme gemacht hat. Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re: „Wir kombinieren eigenes Risikowissen, Fähigkeiten zur Datenanalyse und Finanzkraft mit der technologischen Expertise von Relayr. Auf dieser Basis wollen wir neue Ideen für die Zukunft von Gewerbe und Industrie entwickeln.“ Die jetzt verkündete Partnerschaft zwischen Relayr und Grohe folgt genau dieser Absicht.

(im Bild oben: The GROHE Sense system monitors humidity, detects water leaks, immediately gives warnings and automatically shuts off the water supply. Source: GROHE)

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Über den Autor

Author profile picture Volker Joksch, freier Schreiber, Online-Seiten-Bauer, Shiatsu-Praktiker, Aikido-Lehrer. Lebt in München.