Manchmal ist es wichtig, gewohnte Wege zu verlassen, um Neues zu entdecken. Gleiches gilt für Wissenschaft und Kunst. Die Ausstellung „smart³ | materials – solutions – growth“ will den Dialog zwischen Künstlern und Wissenschaftlern fördern, um Perspektivwechsel anzuregen.

Wie der Blick über den Tellerrand gelingen kann, zeigt die Künstlerin Beate Eismann, die aus innovativen, intelligenten Werkstoffen kreative Kunst-Objekte geschaffen hat. Die sogenannten Smart Materials können sich selbständig an veränderte Bedingungen anpassen. Damit lassen sich Produkte herstellen, die Ansprüchen an Funktion, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit gerecht werden können.

Smart Materials - Objekt von Beate Eismann
Detailaufnahme des Objekts Fönikus. Es zeigt, wie sich unter Wärmeeinwirkung die Drähte in Bewegung setzen. Foto: Sascha Linke

Smart Materials

Eismann arbeitet mit speziellen Metallen, die sich an eine frühere Formgebung erinnern können. Aus diesen Formgedächtnis-Legierungen hat sie Objekte erstellt, die zeigen, wie Smart Materials vorhandene Produkte verändern. Dadurch lassen sie neue entstehen. Die beweglichen Kunstwerke wurden fotografisch und filmisch von Sascha Linke in Szene gesetzt. Seine Arbeiten sind ebenfalls im Foyer des Fraunhofer-Hauses in München zu sehen.

Dialog fördern

Mit der Ausstellungsreiche „Wissenschaft und Kunst im Dialog“ will die Fraunhofer-Gesellschaft Forscher und Kunstschaffende einladen, miteinander in Kontakt zu treten. Ziel ist, durch den Perspektivwechsel zu neuen Erkenntnissen zu kommen.

»Die Einbeziehung der Öffentlichkeit in den wissenschafts- und technologiepolitischen Diskurs ist ein fundamentales Erfordernis demokratischer Staaten. Innovative technologische Entwicklungen brauchen eine begleitende öffentliche Diskussion, in der Chancen und Risiken verhandelt werden. Kunst und Design haben in diesem Zusammenhang eine wichtige kommunikative Funktion. Sie können zum Verständnis neuer Technologien und ihres Potentials für Wirtschaft und Gesellschaft beitragen, indem sie anschaulich und verständlich, manchmal auch spielerisch wie bei Beate Eismann, komplexe Inhalte transportieren. Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert daher bereits seit Jahren den intensiven Austausch zwischen Forschung, Kunst und Öffentlichkeit«, sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Mit Beate Eismann präsentiert die Fraunhofer-Gesellschaft eine Künstlerin, die in erster Linie durch ihre Vielfältigkeit beeindruckt. Der Schwerpunkt ihres kreativen Schaffens liegt auf der Gestaltung von Schmuckstücken. Dabei verwendet sie für Ihre Arbeiten unterschiedliche Materialien, wie im Fraunhofer Haus gerade zu sehen: Smart Materials. In zahlreichen Auslandsaufenthalten in den USA, Neuseeland und Mexiko hat sie sich immer wieder zu neuen Arbeiten inspirieren lassen.

smart³

“smart³ | materials – solutions – growth” entstand zusammen mit smart³. Die von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen geförderte Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Produkte auf Basis von intelligenten Werkstoffen zu entwickeln.

Noch bis zum 30. November 2018 sind die Arbeiten von Eismann und Linke, von Montag bis Freitag, 9:00 bis 18:00 Uhr im Fraunhofer-Haus, Hansastr. 27c in 80686 München zu sehen.

 

Foto: Beate Eismann, Sascha Linke, Fraunhofer

 

 

Auf dem Foto oben zeigt Beate Eismann, wie sich das Objekt Fönikus durch Wärmezufuhr bewegt. Die Drähte aus FGL (Formgedächtnis-Legierungen) nehmen ihre ursprünglich gestreckt Form ein.

 

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Über den Autor

Author profile picture Christiane Manow-Le Ruyet ist Journalistin. Stets neugierig und immer bereit Neues zu erfahren. Neben IT und Architektur ist sie auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Food zu Hause. Und wenn sie mal nicht schreibt, zeichnet sie. Am liebsten Sketchnotes. Das ist ihr zweites Steckpferd - als ausgebildete Innenarchitektin vielleicht auch kein Wunder.