“SuperMUC-NG” ist der recht unspektakuläre Name des neuen Supercomputers, der am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München/Garching seinen Betrieb aufgenommen hat. Künftig wird er Experimente und Simulationen berechnen und die Wissenschaftler der TUM bei der Bewältigung der Datenflut unterstützen.

Irre schnell

SuperMUC-NG rechnet mit einer Leistung von 26,7 Petaflop/s – das sind 26.700.000.000.000.000 Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Zur Erklärung: Flops bedeutet Floating Point Operations per Second und ist ein Akronym aus dem Englischen. Auf Deutsch übersetzt heißt das: Gleitkomma-Operationen pro Sekunde. Mit Operationen sind im mathematischen Sinne beispielsweise Addieren und Multiplizieren von Zahlen gemein. Gleitkomma ist die bei Computern übliche Art der Zahlendarstellung. Flops geben also an, wie viele Berechnungen ein Rechner pro Sekunde durchführen kann. Je mehr Flops, desto schneller ist er. Der Supercomputer in Garching rechnet aber mit Petaflops. Das entspricht 10 hoch ­15 Flops.

Einer der schnellsten Supercomputer der Welt

Mit über 300.000 Rechenkernen mit 700 Terabyte Hauptspeicher und 70 Petabyte Plattenspeicher bietet SuperMUC-NG völlig neue Möglichkeiten für numerische Simulationen. Damit können auch riesige Datenmengen, Big Data genannt, bewältigt werden.

Einsatz in verschiedenen Forschungsbereichen

Die Power des Supercomputers wird von Wisschenschaftlern in Forschungsbereichen wie Katastrophenschutz, personalisierte Medizin und Entstehung des Universums eingesetzt. Mit Supercomputern errechnen sie aber auch wie sich Erbeben auswirken, wie beispielsweise die Simulation des Sumatra-Bebens von 2004. Dadurch wurden wichtige Einblicke in geophysikalische Abläufe ermöglicht. Damals löste das Beben verheerende Tsunamis in vielen Küstenregionen des Indischen Ozeans auf.

Und das sind nur einige Gebiete für die die Forscher die Rechenpower am Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in den vergangenen Jahren genutzt haben. Damals noch mit dem Vorgängermodell des SuperMUC-NG, das SuperMuc hieß. Übrigens bedeutet NG im Namen des SuperMuc-NG „Next Generation“.

 

Foto: (Alessandro Podo / LRZ)