Das Münchner Jungunternehmen Inveox hat den Munich Startup Award 2018 gewonnen und darf sich damit über eine Gewinnsumme in Höhe von 5.000 Euro freuen. Die dazugehörige Trophäe überreichte Bürgermeister Josef Schmid am Dienstag im Rahmen der Bits & Pretzels auf der Bühne des Schottenhamel-Oktoberfestzelts.

Das Unternehmen aus Garching bei München hat ein innovatives Gefäß für Gewebeproben entwickelt, das das manuelle Umfüllen und Beschriften der Proben oder Schwierigkeiten beim Auffinden einer Stanzbiopsie der Vergangenheit angehören lässt. Das Probengefäß integriert einen Teil der Biopsiekassette direkt in einen versteckten Mechanismus im Deckel des Transportgefäßes. So wird zum ersten Mal ein automatisiertes und sicheres Umpacken und Einkapseln am Probeneingang möglich. Ausgelegt sei das System auf einen täglichen Durchsatz von bis zu 3000 Probenbehältern.

Außerdem besitzt der Container eine individuelle ID, mit der der Einsender alle für die Untersuchung relevanten Informationen digital mit dem Code auf dem Container verknüpfen kann. Dadurch wird eine Dokumentation und Nachverfolgung der Probe durch den gesamten Prozess möglich. Nachdem alle Daten erfasst sind, kann der Einsender einen Untersuchungsauftrag ausdrucken und mit der Probe in das Labor schicken. Hier können die Informationen schnell und einfach aus dem 2D Code abgelesen und in das individuelle Laborinformationssystem (LIS) eingespielt werden.

Durch den manuellen, papierbasierten Probenversand, bei dem Menschen die Proben händisch labeln, beschriften, verpacken, einen Untersuchungsauftrag erstellen und beim Probeneingang erneut Menschen die Proben verwalten, identifizieren, erneut labeln, beschriften, wiederholt verifizieren etc., entstehen immer mal wieder auch Fehler. Für Ärzte und Patienten ist eine eindeutige Zuordnung der Patientendaten zur Gewebeprobe während des gesamten Prozesses aber von zentraler Bedeutung.

Der von Inveox entwickelte „digitale Untersuchungsauftrag“ erspart Ärzten und Labortechnikern viel Zeit, weil wiederholte Rückfragen überflüssig werden und sie Untersuchungsaufträge für Gewebeproben über eine webbasierte Daten- und Kommunikationsplattform digital, sicher und in Echtzeit abwickeln können. Darüber hinaus wird die Patientensicherheit entscheidend erhöht.

„Wir freuen uns, mit dem digitalen Untersuchungsauftrag Laboren und behandelnden Ärzten eine sichere Plattform für den schnellen und präzisen Daten- und Informationsaustausch zur Verfügung zu stellen“ so Dominik Sievert, Gründer und Geschäftsführer von inveox. „Das spart enorm viel Zeit auf beiden Seiten und trägt durch Prozess-Sicherheit auch wesentlich zur Patientensicherheit bei.“

Bürgermeister Josef Schmid erklärte bei der Preisverleihung: „Die Auszeichnung würdigt den Mut, die Innovationskraft und die Leidenschaft Münchner Gründerinnen und Gründer und ist eine Anerkennung der davon ausgehenden wichtigen Impulse für unsere Wirtschaft.“

Inveox-Gründerin Maria Driesel freute sich über den Erfolg und die Auszeichnung. „Es ist eine unglaubliche Ehre! Wir freuen uns riesig über die Anerkennung und besonders darüber, dass wir so viel Aufmerksamkeit auf ein essentiell wichtiges Thema lenken konnten: Healthcare“, sagte sie.

Foto: Munich Startup