Zeichnen lernen war noch nie so einfach und so interessant. Die innovative mobile App SketchAR nutzt dazu Augmented Reality, Maschinelles Lernen und neuronale Netze. Es ist der erste Assistent zum Zeichnen mit Augmented Reality, der von KI unterstützt wird.

Das Beste an dem litauische Start-up ist, dass man auf Papier zeichnen kann, aber man kann auch an Wänden zeichnen, was es einem ermöglicht, seine eigenen fantastischen Wandmalereien zu erstellen. Die App stellt also virtuelle Bilder auf ein Papier oder eine Wand, damit man Zeichnungen von seinem Handy aus verfolgen kann.

Aber wie funktioniert das?

Halten Sie einfach Ihr Telefon hoch und sehen Sie, wie virtuelle Bilder Ihrer Umgebung angezeigt werden. Die App funktioniert besser auf A4 / A5-Papier. Sie können aber auch jedes Bild an eine Wand hängen und anschließend nachzeichnen. Beachten Sie aber, dass Sie zum Malen an der Wand Smartphones mit ARKit und ARCore verwenden müssen.

Augmented-Reality-Brillen sind natürlich die beste Möglichkeit, unbegrenzt zu zeichnen, und durch die Kombination verschiedener Dinge wie Kunst und Technologie können echte Synergien entstehen.

Innovation Origins führte ein kurzes Interview mit dem Gründer, CEO und Wandmaler Andrey Drobitko.

SketchAR-Gründer ®SketchAR

Wie bist du auf die Idee zu SketchAR gekommen?

Die ursprüngliche Idee war als Werkzeug für Künstler wie mich; eine praktische und einfache Möglichkeit, Skizzen auf einer großen Oberfläche zu zeichnen. Wir entdeckten später, dass für diejenigen, die nach neuen Fertigkeiten im Leben suchen, „Zeichnen lernen“ eine der häufigsten Suchanfragen ist.

Glaubst du, dass es viele Start-ups gibt, die sich mit dem gleichen Thema befassen?

Das glauben wir nicht. Wir wissen, dass wir aufgrund der Technologie, die wir für flache weiße Bereiche entwickelt haben, die einzige App auf diesem Gebiet sind.

Wodurch unterscheidet sich SketchAR von anderen ähnlichen Start-ups?

Wir kennen uns in zwei Bereichen gut aus: Kunst und Technologie. Der zweite ist unser markerloses CV-Tracking von ebenen Oberflächen, das durch maschinelles Lernen und neuronale Netze angetrieben wird. Als wir unseren CN-Core trainiert haben, haben wir Hunderttausende von Videos unserer Benutzer analysiert (mit deren Erlaubnis). Die Idee war, verschiedene Arten von Oberflächen, Hände, Papier und deren Struktur zu „sehen“.

Und wie gesagt, es gibt keine andere App, die Zeichnen mit AR unterrichtet und keine Marker (wie QR-Codes) verwendet.

Wie kannst du die Technologie erklären?

Augmented Reality ist der einfachste Weg, den ersten Schritt zu tun. Die erste Linie, die du zeichnest, führt dich zu endlosem Wachstum.

Habt ihr die in SketchAR verwendete Technologie erstellt?

Ja. Seit 2016 haben wir uns nur darauf konzentriert, wie die Kamera eine so komplexe Oberfläche wie ein weißes Stück Papier oder eine Wand verstehen kann.

Was war das größte Hindernis, das ihr während des gesamten SketchAR-Prozesses überwinden musstet?

„Die Angst vor einem Whitepaper“ ist nicht nur die Angst unserer Benutzer, sondern eines der grundlegenden Probleme des Computer-Vision-Prozesses. Als wir anfingen, gab es keine Lösung. Wir mussten sie selbst schaffen. Sogar Software wie ARKit oder ARCore kann damit nicht arbeiten. Wir haben mehr als drei Jahre mit diesem Thema verbracht und uns ausschließlich auf dieses Thema konzentriert.

Gab es einen Moment, in dem du daran dachtest, aufzugeben?

Ich habe nie daran gedacht, aufzugeben. Nur Rock’n’Roll.

Was war der erfreulichste Moment?

Jedes Mal, wenn ich Benutzer sehe, die mit SketchAR etwas erstellt haben, bin ich stolz auf das Produkt und unser Team. Bei dem gesamten Produkt geht es um eine neue Ära der Kunst, Bildung, Kreativität usw. Jeder Tag ist ein Abenteuer.

Und der zweite Moment war, als wir den prestigeträchtigsten Preis für digitale Produkte gewonnen haben – die Webby Awards. SketchAR wurde als Best Use of Augmented Reality Produkt des Jahres 2018 ausgezeichnet.

Was können wir von dem kommenden Jahr/Jahren erwarten?

Wir erwarten Milliarden Dollar, Lamborghinis und eine 100 Meter ange Yacht. Wir bereiten gerade etwas sehr Großes vor. Du wirst es sehen.

Innerhalb der nächsten 5 Jahre werden wir führender virtueller Assistent für Kreativität, sehr personalisiert; und SketchAR wird die leistungsfähigste CV-Technologie in Bezug auf die Umgebung sein.

Wer ist der typische SketchAR-Kunde?

Anfänger in der Zeichnungserstellung, hauptsächlich zwischen 20 und 35 Jahren. Es sind Menschen, die schon immer zeichnen wollten, aber nicht mit dem Zeichnen beginnen konnten.

Anfänger im Zeichnen, hauptsächlich zwischen 20 und 35 Jahren. Es sind Menschen, die schon immer zeichnen wollten, sich aber nicht dazu aufraffen konnten.

Kannst du mir ein wenig über das Feedback erzählen, das du bekommen hast?

Das wichtigste Feedback ist natürlich, dass die Leute SketchAR mit AR-Brillen verwenden wollen. Aber nicht jeder hat ein Smartphone, und wenn es AR-Brillen auf dem Massenmarkt gibt, haben wir den persönlichsten Assistenten, da die Datenerfassung bereits mit Smartphones erfolgt.

Warum konzentriert ihr euch auf das Zeichnen?

Weil unsere Leidenschaft Kunst und Technologie ist. Ich bin auch ein ziemlich bekannter Wandmaler.

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