®VitiBot

Das Zeitalter, in dem die Weinberge von Robotern gepflegt werden, ist angebrochen. Während Sie das hier lesen, könnte ein Roboter durchaus helfen, Trauben zu kultivieren, die für Ihr nächstes Glas Wein verwendet werden.

Damit beschäftigt sich das französische Start-up-Unternehmen VitiBot. Vitibot bietet Winzern Roboter und KI, damit sie ihre Arbeitsmethoden radikal ändern und gleichzeitig ihren Wettbewerbsvorsprung erhalten können. Der Roboter Bakus hilft, den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren, die Luft, Wasser und Land verschmutzen und bei denen der Verdacht besteht, dass sie schwere Krankheiten verursachen. All dies kann ohne den Einsatz von Handarbeit geschehen.

Bakus ist ein elektrischer, autonomer und intelligenter Roboter. Es entlastet den Winzer, reduziert seinen ökologischen Fußabdruck und verbessert die Qualität des Endprodukts für Weintrinker.

Der Gründer von VitiBot kommt selbst aus dem Winzerberuf, daher seine Leidenschaft für dieses Gebiet. Ziel des Start-ups ist es, moderne Technologie mit der traditionellen Kunst des Winzers zu verbinden. Grundsätzlich will das Unternehmen alle Vorteile bieten, die heute verfügbar sind, ohne die Qualität des Produkts zu beeinträchtigen. Und das bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt.

Nach einer Marktanalyse entstand ein Proof of Concept, das ergab, dass die Winzer gewillt waren, sich mit Robotik zu beschäftigen. Angekurbelt wurde ihr Interesse wurde durch die regulatorischen Entwicklungen bei chemischen Produkten. Eine erste Serie von sechs Bakus-Robotern wurde 2019 fertiggestellt; finanziert durch eine Spendenkampagne im Wert von 3,5 Millionen Euro. Derzeit sind sie dabei, weitere 10 Millionen Euro aufzubringen, um die Serienproduktion zu finanzieren. Sie planen, in den nächsten zwei Jahren insbesondere in den Markt für französische und europäische Weinberge einzusteigen.

Innovation Origins führte ein kurzes Gespräch über das Start-up mit Aurore Lecrocq, Teil des Kommunikationsteams von Vitibot.

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Wie funktioniert die Technologie? Hast du die Technologie erfunden?

Vitibot hat ein Produkt mit dem Namen BAKUS entwickelt, das ein Mehrzweckroboter ist. Dieser Roboter ist zu 100% elektrisch und zu 100% autonom. Dadurch ist BAKUS in der Lage, unabhängig zu arbeiten und das Tag und Nacht. Und ja, VitiBot hat seine eigenen Technologien entwickelt und bereits mehrere Patente für den Roboter und seine Werkzeuge angemeldet.

Wo liegen die Einsatzmöglichkeiten?

Winzer können Bakus für die Bodenbearbeitung nutzen, d.h. das mechanische Jäten und Dreschen, anstatt chemische Stripper einzusetzen. Das Sprühen erfolgt ebenfalls sehr kontrolliert und begrenzt.

Was war die Motivation für die Gründung von Vitibot?

Nun, Cedric Bache, der Vater des VITIBOT-Gründers, ist Winzer in der Champagne, wo das Start-up-Unternehmen gegründet wurde. Die Leidenschaft war also von Anfang an vorhanden. Wir wollen aber auch die Winzer ermutigen, sich den ökologischen, gesellschaftlichen und sicherheitstechnischen Herausforderungen zu stellen und ihre Betriebskosten wettbewerbsfähig zu halten. So wurde VITIBOT geboren.

Worin besteht der Unterschied zwischen VitiBot und anderen ähnlichen Startups?

Zuerst einmal wurde der Roboter von Grund auf von unserem Engineering-Team entworfen. Sie integrierten die neuesten Technologien, die an alle Arten von Weinbergen angepasst werden können. Außerdem kann unser Roboter mit seinen Sensoren Tag und Nacht autonom durch seine Umgebung navigieren. BAKUS wurde so konzipiert, dass er so effizient wie möglich ist, und das nur rein elektrisch angetrieben.

Dadurch benötigt BAKUS nur etwa einen Euro Strom, während herkömmliche Maschinen etwa 10 Liter Diesel pro Stunde verbrauchen. Die Werkzeuge nutzen die Vorteile der Roboterplattform, um eine effizientere und konsistentere Arbeitsleistung zu erzielen. Das wiederum reduziert den Bedarf an Agrochemikalien drastisch. Damit verbundene Services können über eine Online-Plattform abgerufen werden. Außerdem sammelt er alle notwendigen Daten, um über den Zustand der Reben zu berichten und die Überwachung der Pflege der Reben zu erleichtern.

Kann der Roboter auch auf anderen Gebieten als Wein verwendet werden?

Noch nicht. Aber in einigen Jahren werden wir unsere Technologien für andere Märkte anpassen. Wir wurden bereits angesprochen, in anderen Bereichen zu arbeiten.

Gab es jemals einen Moment, in dem du daran gedacht hast, aufzugeben?

Nein. Nicht für mich.

Was war der erfreulichste Moment?

Unser Sieg im vergangenen Jahr beim Robotikwettbewerb des Champagnerkomitees war ein großes Highlight. Das liegt daran, dass es bedeutet, dass der Wert unserer Technologie von den Profis anerkannt wurde.

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Was können wir in Zukunft erwarten?

Im Moment ist VitiBot noch mit einem Prototyp beschäftigt. Nach den anfänglichen 3,5 Millionen Euro wollen wir bis Ende 2019 10 Millionen Euro investieren, um den Ausbau unserer Aktivitäten in Frankreich und ganz Europa zu finanzieren. Unser Ziel ist es, in Frankreich, Europa und der ganzen Welt führend in der Weinbergrobotik zu werden.

Was ist dein ultimatives Ziel?

Die Methoden, wie Wein produziert wird, zu revolutionieren, um sie weltweit sicherer und umweltfreundlicher zu machen.

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