Het heetwatervat van Ecovat is 30 meter diep en is geisoleerd met een laag bubbeltjesglas Beeld: © Ecovat

Ecovat hat ein System entwickelt, bei dem ein riesiger Tank Warmwasser unterirdisch speichern kann. “In Verbindung mit nachhaltigen Energiesystemen wie Solarthermie-Kollektoren und einer Wärmepumpe, die mit Windenergie betrieben wird, ist das System in der Lage, im Winter Tausende von Häusern ohne jeglichen CO2-Ausstoß zu heizen. Und kann diese auch im Sommer kühlen”, sagt Aris de Groot, Gründer des Start-ups.

Was hat Sie zur Gründung von Ecovat bewegt, und welches Problem wurde dadurch gelöst?

“2011 habe ich im Auftrag eines Kunden untersucht, wie man Gebäude energieeffizienter machen kann. Es stellte sich heraus, dass 80% der Kosten einer durchschnittlichen Energierechnung für Wärme ausgegeben wird – hauptsächlich im Winter. Im Sommer hingegen lässt sich viel nachhaltige Energie erzeugen, wie es mit Thermokollektoren der Fall ist. Auch wenn man diese Wärme gerade eigentlich gar nicht braucht. Von da an habe ich darüber nachgedacht, wie man Wärme, die im Sommer erzeugt wird, speichern kann, um sie im Winter zu nutzen.

“So kam ich auf die Idee, einen riesigen unterirdischen Tank zu bauen, der mit Wasser mit einer Temperatur von bis zu 95 °C befüllt werden kann. Um diese Wärme zu speichern, wird der Tank mit Schaumglas isoliert. Das ist eine dicke Glasschicht mit einer Struktur, die wie das Innere einer Luftschokoladentafel aussieht. Da der unterirdische Tank so groß ist – er hat einen Durchmesser von 30 Metern, ist 30 Meter tief und fasst 20.000 Kubikmeter Wasser – speichert er die Wärme besser, als wenn er in einem kleineren Tank wäre. Je größer der Tank ist, desto langsamer kühlt das Wasser ab. Und je größer der Tank, desto langsamer kühlt das Wasser ab und desto günstiger wird die Wärme. Das Wasser kann auf mehreren Ebenen aus dem Tank entnommen werden. Das wärmste Wasser befindet sich oben im Tank. Das kälteste Wasser befindet sich unten. Das kann im Sommer zur Kühlung von Häusern verwendet werden.”

Das Team von Ecovat, das aus drei Männern und einer Frau besteht.
Ecovat-Teammitglieder         Bild: Ecovat

Was war das größte Hindernis, das Sie überwinden mussten?

“Ich musste eine Finanzierungsmöglichkeit finden, um meinen Plan weiter zu entwickeln. Zudem musste ich herausfinden, wie ich das System von Ecovat technisch umsetzen konnte. Was letzteres betraf, war es eine Frage von Try and Error. Das Isoliermaterial wurde in Zusammenarbeit mit der TU/e in Eindhoven entwickelt. Es ist zu 100 % nachhaltig und hält einem Druck von bis zu 6 bar stand. Zudem hat es eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren. Wir mussten außerdem eine Software entwickeln, die die Energieströme im Ecovat-System regulieren kann, etwa wenn viel nachhaltige Energie erzeugt wird.

Manchmal war auch die Wärmepumpe, die ein Teil des Systems ist, problematisch. Ein anderes Mal waren es die Thermokollektoren oder das warme Wasser, das aus dem Tank kommt. Das Knifflige daran ist, sicherzustellen, dass das System kosteneffizient ist und alle seine Funktionen richtig aufeinander abgestimmt sind. Nach einem Pilotprojekt mit einem 2000-Kubikmeter-Tank in Uden zwischen 2014 und 2017 stellte sich heraus, dass das Ecovat-System wirklich funktioniert und erweiterbar ist. Das heißt, wenn Sie viele Häuser an das Ecovat-System anschließen, wird es wirtschaftlich rentabel sein.”

Was war der bisher größte Durchbruch?

“Dass wir alle Probleme gelöst haben, noch bevor das Ecovat-Systems fertiggestellt wurde.”

Was können wir im kommenden Jahr von Ecovat erwarten?

“Dann wird der Bau unseres ersten Ecovat-Systems für MijnWater, einen Energieversorger in Heerlen, beginnen. Darin werden 20.000 Kubikmeter warmes Wasser gespeichert. Es wird an das bestehende Wärmenetz angeschlossen und 2000  Wohnungen von drei Wohnungsgesellschaften zusätzlich beheizen.”

Wo wollen Sie in 5 Jahren mit Ecovat sein?

“Dann werden wir vier Ecovat-Systeme pro Jahr bauen, mit einem Umsatz von etwa 60 Millionen Euro.”

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