Kepler Vision Technologies

Künstliche Intelligenz, die das Wohlbefinden der Menschen als zusätzliches Augenpaar für die Pflegekräfte überwacht. Daran arbeitet Kepler Vision Technologies, ein Spin-off der Universität Amsterdam. „Technologie kann Körpersprache erkennen“, erklärt Mitbegründer Harro Stockman. „Auf diese Weise kann das System sehen, wann jemand gestürzt ist und bei Pflegepersonal oder Familienmitgliedern Alarm schlagen.“

Laut Stockman gibt es im Gesundheitsmarkt eine enorme Nachfrage nach dieser Technologie. „Die Software kann die Produktivität von Gesundheitsdienstleistern steigern. Dies ist dringend erforderlich, da immer mehr ältere Menschen Hilfe benötigen, während es immer weniger professionelle Betreuer gibt“, sagt er. „Das System kann erkennen, ob eine Person steht, sitzt oder liegt, aber auch, ob sie beispielsweise isst, trinkt oder raucht. Zusätzlich ist es auch möglich, zu erkennen, ob jemand defensiv oder interessiert ist.“

Was ist Ihre Hauptmotivation?

„Ich fand es faszinierend, als Erster auf der Welt zu sehen, wie eine so bahnbrechende Technologie wie die Künstliche Intelligenz (KI) wirklich funktioniert und in großem Maßstab zum Nutzen eines breiten Publikums eingesetzt werden kann.“

„Dieses Start-up begann an der Universität mit einer Studie zur Frage: Wie können wir es ermöglichen, dass Computer „sehen“ können? Die Techniken, die Sie umgeben, wie z.B. die KI, beginnen sich nun zu entwickeln. Wir haben Gespräche mit verschiedenen Marktteilnehmern aufgenommen, um zu sehen, was diese Technologie für sie bedeuten könnte. Am Ende stellte sich heraus, dass die größte Nachfrage im Gesundheitswesen bestand. Die Marktkräfte haben uns in diese Richtung gelenkt.“

Was ist das größte Hindernis, was Sie überwinden mussten?

„Wir sind wirklich über die Tatsache gestolpert, dass die Leute nicht wissen was KI ist und was es kann. Deshalb haben wir auf der Website Demonstrationsvideos gedreht, in denen wir klar und deutlich erklären, was unsere Technologie leistet und welche Rolle die KI dabei spielt. Darüber hinaus führen wir immer eine Live-Demonstration mit potenziellen Kunden durch. Dann sehen die Leute wirklich, wie es funktioniert. Es hilft, sie von der Funktion unseres Systems zu überzeugen.“

Was war der überwältigendste Moment, den Sie erlebt haben?

„Das wird noch kommen. Wir haben in letzter Zeit hart daran gearbeitet, den ersten Kunden zu gewinnen. Der Abschluss des ersten Vertrages mit einem Kunden wird für uns ein besonderer Moment sein. Das wird wahrscheinlich diesen Monat passieren. Danach wollen wir zwei oder drei weitere niederländische Kunden gewinnen und dann ein Vertriebsbüro in Deutschland eröffnen.“

Was können wir im kommenden Jahr von Ihnen erwarten?

„Im kommenden Jahr werden wir intensiv an der Expansion nach Deutschland arbeiten. Wir haben festgestellt, dass auch dort eine große Nachfrage nach unserer Technologie besteht. Deshalb suchen wir einen deutschen Kollegen mit Berufserfahrung im Gesundheitsmarkt. Zur Verstärkung des Teams suchen wir außerdem einen deutschen Lösungsingenieur. Am Anfang werden wir selbst viel nach Deutschland gehen, um dort alles aufzubauen und auf den richtigen Weg zu bringen. Danach wird es wirklich eine eigene Abteilung unseres Unternehmens werden.“

Was ist Ihr ultimatives Ziel?

„In etwa fünf Jahren wollen wir ein einzigartiges Unternehmen mit einem Wert von mehr als einer Milliarde Euro sein. Außerdem wollen wir einen Marktanteil von rund 30 % haben. Wir werden dies erreichen, indem wir Software anbieten, die es medizinischem Fachpersonal ermöglicht, ihre Arbeit besser und einfacher zu erledigen. Wir glauben, dass wir mit dieser Technologie die Zahl der medizinischen Fachkräfte um zwölf Prozent reduzieren und damit den Mangel an Gesundheitsdienstleistern reduzieren können.“

Hintergrundinformationen

Gründer

Harro Stokman und Marc Van Oldenborgh. Stokman arbeitete an der Universität Amsterdam. Der Ort, an dem die Forschung hinter der Technologie dieses Start-ups begann.

Gründungsjahr

2018

Finanzierung

Investitionen verschiedener Parteien, darunter auch der Universität Amsterdam.

Mitarbeiter

Kepler Vision Technologies beschäftigt derzeit dreizehn Mitarbeiter. Darüber hinaus wird es in Kürze eine deutsche Niederlassung mit mindestens zwei neuen Mitarbeitern geben.

Oberstes Ziel

„Steigerung der Produktivität der Gesundheitsdienstleister, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Es ist sowohl ein Geschäft als auch ein edles Ziel.“

 

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