‚Your sneak preview of the future‘ ist der Slogan von Innovation Origins und darum geht es auch in der Kolumne Start-up of the Week. In den letzten Tagen wurden fünf Start-ups des Tages vorgestellt und am Samstag wählen wir einen Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Arbeitstag ein Start-up of the Day

Wir betrachten verschiedene Themen wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und die Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung. Am Ende wird das Start-up of the Week bekanntgegeben.

Coobly – Vom analogen Unternehmer zur Spinne im Netz

Das Internet ist seit etwa zwanzig Jahren ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Wirtschaftsunternehmen haben die neuen Möglichkeiten von Anfang an dankbar genutzt. Doch schöpfen sie tatsächlich alle Online-Möglichkeiten für Kundenakquise und Umsatzsteigerung aus? In der Regel lernt man so etwas nicht im Studium. Und schließlich handelt es sich nach wie vor um ein ziemlich komplexes Netz, in dem man sich leicht verfängt oder den Faden verliert.

Für Unternehmer, die online punkten wollen, ist das Start-up Coobly geschaffen worden. Die Zielgruppe? Fachleute wie Fotografen, Personal Trainer oder Designer. Ein guter Standort ist für solche Unternehmer lebenswichtig, fällt aber in ein ganz anderes Fachgebiet. Indem sie diese Aufgabe Coobly anvertrauen, können sie sich noch stärker auf ihren eigenen Beruf konzentrieren.

PulsUp – Zirkulieren kann man lernen

Der Abfall des einen kann der Wertstoff des anderen sein. Das klingt wie ein hübsches Klischee, ist aber die Grundlage für zirkuläre Produktionsprozesse. Durch das Recycling von Abfallstoffen von Unternehmen A zu Energie für Unternehmen B entsteht eine Art nachhaltiger Kreislauf, der die Erde wieder etwas grüner macht.

Auf dem Papier klingt das alles sehr schön, aber in der Praxis kann es schwierig sein, dies zu verwirklichen. Denn wo fängt man an? Aus diesem Grund gibt es PulsUp, ein niederländisches Start-up, das ganze Gewerbegebiete in kreisförmige Ökosysteme umwandeln will. Dadurch, dass sie nicht auf Unternehmensebene, sondern auf Gebietsebene operieren, wird diese Denkweise Teil der gesamten DNA einer neuen Baustelle. Und das sorgt dafür, dass der Müllwagen nicht so viel einsammeln und der Energieversorger nicht so viel hinbringen muss. Winwin.

InFarm – Regionale Produkte im Supermarkt nebenan

Wenn man sich in der Gemüseabteilung eines Supermarktes umsieht, kann man bei all den Herkunftsländern fast die ganze Welt vorbeiziehen sehen. Vielseitig? Auf jeden Fall. Nachhaltig? Nicht ganz. Diese grünen Bohnen aus Marokko müssen per Frachtschiff nach Europa transportiert werden, und das macht den ökologischen Fußabdruck einiger importierter Gemüse ziemlich groß. Ganz zu schweigen von der Frische.

Das könnte anders gehen, dachte man sich bei dem deutschen Start-up InFarm. Mit ihren speziellen, intelligenten Gewächshäusern direkt in den Supermärkten ist es einfacher denn je, frisches Gemüse ins Haus zu bekommen. Da die Ernte im Supermarkt selbst stattfindet, kann man sicher sein, dass das Gemüse täglich frisch ist. Aufgrund des Umfangs, der Zusammenarbeit mit Gemüsebauern und der flexiblen Logistik ist es möglich, mehr knackiges Frischgemüse ins Sortiment aufzunehmen.

The Drivery – Mobilität in Krisenzeiten

Obwohl wir uns noch mitten in der ersten Welle der Corona-Krise befinden, zieht bereits eine beispiellose Wirtschaftskrise am Horizont auf. Das ist kein schönes Thema. Der Lock-down hat gigantische Folgen, deren Ausmaß noch kaum nachvollziehbar ist. Auch für Start-ups sind dies harte Zeiten mit enttäuschenden Einnahmen und gleichbleibenden Kosten.

Für viele Unternehmen ist die Miete oder Hypothek für die Büroräume ein bedeutender Kostenfaktor. Das Start-Up The Drivery aus Berlin will Selbständigen im Verkehrssektor aus der Patsche helfen. Mit dem Buster-Programm bieten sie im Ullsteinhaus temporäre Büroräume an. Bis 1957 war dies das höchste Bürogebäude in Deutschland. Der Vorteil, wenn viele kluge Unternehmer nur einen Steinwurf voneinander entfernt arbeiten, besteht darin, dass es eine innovative Interaktion gibt. Geringere Kosten und die Möglichkeit, ganz neue Projekte mit Fachkollegen anzugehen, die jetzt auch Zeit haben, ihren Horizont zu erweitern. Never waste a good crisis!

CMR Surgical – Unter dem Messer des Roboters

Würden Sie Ihren Körper einem Paar Roboterarme anvertrauen? Klingt ein wenig heikel. Doch dies wird sich in den nächsten Jahren in den Operationssälen immer mehr durchsetzen. Die Roboter werden immer intelligenter und eignen sich nicht mehr nur für grobe Produktionsarbeiten. Versius, der Roboter des Start-up CMR Surgical, ist ein Roboterchirurg, der mit seinen hoch entwickelten, feinmotorischen Fähigkeiten lebensrettende Operationen durchführt.

Seinen Körper ganz und gar einer Maschine anvertrauen? Nein, das wird wahrscheinlich erst in einigen Jahrzehnten möglich sein. Versius arbeitet als Assistent des menschlichen Chirurgen. Der Roboter ist modular aufgebaut, so dass er für jede Aufgabe genau die richtigen Werkzeuge hat. Und das Besondere daran? Er wird nie müde und ist mobil. Solange jemand zur Verfügung steht, um mit ihm zu operieren, rettet dieser Operationsroboter 24 Stunden am Tag Leben. Mit diesen drei zusätzlichen Händen am Bett können Operationen schneller und für den Patienten schonender durchgeführt werden.

Medizinroboter sind nicht neu, aber dieses flexible, mobile und modulare Modell ist es. Die Roboterchirurgie steckt noch in den Kinderschuhen, aber laut CMR Surgical muss sie in den kommenden Jahren immer weiter ausgebaut werden. Weil wir in den letzten Monaten erfahren haben, wie unverzichtbar eine gute und effiziente medizinische Versorgung ist, halten unsere Redakteure einen Motivationspreis in Form des IO-Pokals für mehr als angebracht!

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