Es ist so verrückt wie traurig. Da gewinnt eBlocker, das Start-up den begehrten Preis der Smart Home Initiative, muss aber trotzdem Insolvenz anmelden. Der Grund: Die Finanzrunde mit einem Hauptinvestor scheiterte. Nun steht das Unternehmen vor dem Aus. Es sei denn, es findet sich so schnell wie möglich ein Investor.

Das Hamburger Start-up eBlocker hat ein Produkt entwickelt, dass die Privatsphäre von Usern beim Surfen schützt. Dabei handelt es sich um ein  Gerät, das locker in eine Hand passt. Es schützt PCs, Tablets, Smart-TV, Spielekonsolen sowie IoT-Geräte im Heimnetzwerk. Der kleine, weiße Kubus sorgt nicht nur dafür, dass User die volle Kontrolle über ihre Daten während des Surfens erhalten, sondern auch vor Maleware und Tracking geschützt werden. Denn eBlocker tarnt alle im Homenetzwerk aktiven Geräte. Er fungiert sozusagen als Torwächter zum Internet. Mobil ist Werbefreiheit garantiert.

Smarte Lösung

eBlocker schützt die Privatssphäre

eBlocker schützt die Privatsphäre ©eBlocker

Keine Frage, die Lösung ist smart. Nicht umsonst hat sie den Preis der Smart Home Initiative verdient. Sorgt sie doch auf eine einfache Weise für geschützte Privatdaten. eBlocker braucht nur an den Router angeschlossen werden – weiter nichts. Also auch Technik-Laien sollten damit zurechtkommen.
Zwei Jahre lang entwickelte das Hamburger Team um den Geschäftsführer Christian Bennefeld die Idee und brachte sie zur Serienreife. 2015 dann der Marktstart. Viele positive Presseerwähnung, eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne und Messeauftritte verhalfen dem Gerät zur Marktdurchdringung. Schließlich war es bei allen bekannten Marktplätzen wie Amazon, Conrad Electronic oder dem Lidl-Online-Shop vertreten. Doch die Insolvenz war trotzdem unvermeidbar.

Verkaufsstopp und Insolvenz

Der Gewinn des Smart Home Awards konnte den Verkaufstopp unmittelbar nach der Verleihung nicht verhindern. Der überregionale Bundesverband, der aus Mitgliedern wie Nixdorf Smart Systems, Sonepar oder Innogy besteht, bescheinigte der eBlocker-Lösung eine einfache Handhabung. Die Insolvenz musste trotzdem beantragt werden.  Eine größere Finanzierungsrund war kurz vor dem Abschluss gescheitert. Der Hauptinvestor zog sich überraschend zurück.

Die Zeit drängt

Die Insolvenzanmeldung war auf Grund der deutschen Rechtssprechung unvermeidbar. Besonders bitter: Für den Geschäftsbetrieb in den kommenden Monaten sind, eBlocker zufolge, noch ausreichend finanzielle Mittel vorhanden. Nun suchen die Geschäftsführer von e-Blocke und der Insolvenzverwalter nach einer langfristigen Lösung. Die Technologie ist zum Patent angemeldet. Bis jetzt konnte ein Investor trotz erfolgversprechender Gespräche nicht gefunden werden. Viel Zeit bleibt dem Unternehmen nicht mehr, bis es vor dem völligen Aus steht.

Interessenten, die sich die eBlocker-Innovation sichern wollen, können unter der E-Mail-Adresse investors(at)eBlocker.com Kontakt aufnehmen.

Eine Stellungnahme zum Insolvenzverfahren von eBlocker, finden Interessierte hier

 

Das Foto oben zeigt die Geschäftsführer Boris Prinz, Dr. Reinhard Sell und Christian Bennefeld (v.li.)