4. Juni 2018: InnovationOrigins stellt sich vor und geht online



Was ist InnovationOrigins?

Ganz kurz gesagt ein kleiner, nun nicht mehr geheimer Blick in unsere technische und technologische Zukunft. Den dürfen die Nachbarn im niederländisch- und englischsprachigen Raum bereits seit einiger Zeit genießen, denn dort ging diese neuartige Plattform unter dem Namen E52 vor drei Jahren in Eindhoven online.

Mit der Geburt der deutschsprachigen Seite und dem Übergang von E52 in eine europäische Plattform (oder besser: ein europäisches Netzwerk lokaler Innovationsplattformen) wird aus E52 InnovationOrigins. In einer zweiteiligen Geschichte informieren wir Sie über die Hintergründe, unsere Pläne und Motive.
Die deutsche Niederlassung befindet sich in der Technologiehochburg Deutschlands, in München. Diesem ersten Schritt können – wenn München erfolgreich ist – allerdings später auch Aktivitäten in anderen europäischen Innovationsstädten folgen. Ziel ist es, unsere lokale Kraft zu stärken und gleichzeitig eine Plattform für jene Menschen zu schaffen, für die das Thema Innovation gleichermaßen wichtig ist – unabhängig vom Standort.

Warum München als ersten Schritt?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst haben wir vor allem in den Niederlanden unsere Expansionsplänen erkundet. Könnte ein ’natürliches‘ Wachstum aus Eindhoven entstehen? Brabant, Limburg, von dort nach Norden? Oder wäre es logischer, zuerst in Regionen aktiv zu werden, die bestimmte Merkmale mit Eindhoven teilen, wie Delft und Twente und vielleicht auch Wageningen und Amsterdam? Das wäre durchaus möglich, aber in beiden Fällen wäre es immer noch eine schwierige Aufgabe, Innovation als Kernthema beizubehalten und tatsächlich so wachsen zu können, dass die Kosten gerechtfertigt sind.
Deshalb haben wir begonnen, über die Grenzen hinaus zu schauen. Auf der Grundlage von Forschungen der EU und des Weltwirtschaftsforums WEF erstellten wir Listen von Stadtregionen, die in Bezug auf Innovationskraft und Talentattraktivität sehr gut abschneiden. Eben genau bei den Themen, bei denen Eindhoven ebenfalls gut abschneidet. Es folgte eine Reihe von Listen mit den üblichen Verdächtigen (Cambridge, Paris, Helsinki, Zürich, diese Art Hotspots), aber auch München punktete immer wieder hoch.
Das war schließlich ein Grund für weitere Untersuchungen. Glücklicherweise hat uns eine aktuelle Studie des Planbureau voor de Leefomgeving (Niederländisches Amt für Umweltbewertung) geholfen, für die sich Otto Raspe ebenfalls ausführlich mit München beschäftigt hatte. Daraus ergab sich die Schlussfolgerung, dass München nicht nur viele Ähnlichkeiten mit Eindhoven hat (wie ein ähnliches Ökosystem und die gleiche Kombination aus landwirtschaftlicher Vergangenheit und äußerst innovativer Gegenwart), sondern auch sechsmal größer ist. Also besuchten wir die Stadt mehrmals und trafen auf die nächste Überraschung: Es gibt bereits Dutzende von Verbindungen zwischen Eindhoven/Brabant und München/Bayern. Diese sind sowohl auf Unternehmensebene (VDL/BMW ist vielleicht das beste Beispiel), aber auch auf Branchenebene (wie z.B. Medizintechnik oder Verbindungen zwischen den Technischen Universitäten beider Städte) sichtbar. Diese Verbindungen gehen bis hin zur Verwaltungsebene: Brabant hat einen eigenen Vertreter im Büro des niederländischen Konsulats in München.
Nachdem wir all das entdeckt hatten, führten wir Gespräche mit den Parteien, die wir im Ökosystem Eindhoven bereits so gut kennen – und insbesondere mit den Organisationen, die tatsächlich mit Süddeutschland verbunden sind. Viele dieser Gespräche sind noch im Gange, aber in einem Fall hat es bereits zu einer konkreten Unterstützung für unser Projekt geführt: Die Metropoolregio Eindhoven (Metropolregion Eindhoven) hat E52 eine Anschubfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro zugesagt – gerade weil unsere Schritte in München auch lokalen Unternehmen im Südosten Brabants zugute kommen können.

’s Gäd los
Nun ist die neue Plattform fertig, die Visitenkarten sind gedruckt und die T-Shirts mit dem neuen Logo werden nächste Woche erhältlich sein. Die neue Seite wird Schritt für Schritt mit mehr und mehr Geschichten über Münchner Innovationen bestückt.
Dies ist Teil 1 einer zweiteiligen Geschichte über den großen Schritt, den E52/InnovationOrigins am 4. Juni macht. Morgen (5. Juni), in Teil 2, werden wir die Art und Weise, wie wir den InnovationOrigins-Journalismus international betreiben, näher betrachten. Sie werden erfahren, dass die Technologie eine wichtige Rolle bei der Erreichung unserer Ziele spielen wird, sowohl bei der Wahrheitsfindung als auch bei der Sammlung und Verbreitung der Innovationsgeschichte. Bleiben Sie dran.