Letzten Freitag waren wir zu einem speziellen Ort für Lightyear in München eingeladen. Durch die Organisation einer Rallye für eine Gruppe von Autosammlern wurden wir gebeten, am Ende der Tour eine exklusive Vorschau auf Lightyear One zu geben. Die Veranstaltung fand in einer Privatsammlung statt, die sich in der Garage unter dem Haus einer deutschen Familie befand. Das wunderschöne Haus wurde speziell gebaut, um sowohl ihre Kunst als auch ihre spezielle Oldtimer-Sammlung zu schützen. Wir waren dort mit gemischten Gefühlen. Würden Liebhaber von Oldtimern ein offenes Ohr für die Geschichte von Lightyear haben? Noch dazu in München!

Wir wurden von der Familie herzlich empfangen. Es stellte sich heraus, dass der Vater des Hauses ein ehemaliges Vorstandsmitglied eines großen deutschen Automobilherstellers war, jemand mit einem enormen Netzwerk in der Automobilindustrie, der heute Partner eines Private Equity Fonds ist. Dies führte zu interessanten Diskussionen. So wies er beispielsweise darauf hin, dass der Private Equity Sektor nicht mehr in den Automobilsektor investiert, welcher zu unsicher ist. Das trotz der Tatsache, dass bei diesem Übergang viele Kosten entstehen. Wir sind in einer Zeit, in der sich traditionell konservative Akteure plötzlich gezwungen sehen, den Übergang zu leiten oder an Initiativen wie Drive Now (Carsharing) mitzuwirken.

Volkswagen zum Beispiel hat schon immer eine Follower-Strategie verfolgt und geht nun starke Verpflichtungen für Elektroautos ein. Aber sie wollen nicht allein sein, also überzeugen sie jetzt den Rest der Branche, die gleiche Entscheidung zu treffen. Ich kann mir vorstellen, dass es für sie beängstigend ist. Wo Daimler früher über Brennstoffzellen sprach, habe ich heute gelesen, dass Mercedes diese bereits als „Dieselalternative“ abgetan hat und jetzt Ladestationen für nicht weniger als 3000 kW (!) entwickelt.

Und wir alle wissen, dass dies erhebliche Auswirkungen auf das Stromnetz haben wird. Ein Netzwerk, das auch bei der Bewältigung der dynamischen Belastung durch erneuerbare Energien gefordert ist. Auch das ist eine Branche, die plötzlich in alle möglichen Richtungen gleichzeitig beschleunigt werden muss. Auf der Amsterdam Zuidas wird viel über alle neuen Mobilitätslösungen nachgedacht, anstelle der traditionellen Leasingfahrzeuge. Pensionsfonds, Private Equity und Family Offices suchen nach nachhaltigen Projekten, in die sie investieren können, die sich aber oft als zu klein oder zu unsicher erweisen. In allen Gesprächen, die wir führen, spüren wir die Unsicherheit auf beiden Seiten. Es gibt den Willen zur Veränderung, klar, aber es ist manchmal ein schwieriger Kampf aus der Perspektive der bestehenden Vorbilder. Wir brauchen dringend einen Mentalitätswechsel.

Zum Beispiel versuchen wir seit fast einem Jahr, eine Lightyear One-Reservierung bei einer Regierungsorganisation vorzunehmen. Es fühlt sich an, als würden wir nicht nur ein innovatives Produkt zur Organisation bringen, sondern auch ein Stück gezwungene Prozessinnovation. Es ist ein großes Unterfangen, aber es scheint zu funktionieren.

Und wo die Regierung Organisationen zum Wandel zwingen kann, stellen wir bei Lightyear fest, dass wir in hohem Maße von „den Champions“ abhängig sind: den Menschen, die das Risiko eingehen, an Standardverfahren zu arbeiten, ihr Netzwerk zu gefährden oder als alternative Risikoinvestoren zu agieren. Wir treffen nie auf einen Mangel an Begeisterung, aber es bleibt immer die Frage, ob sich jemand wirklich als Champion präsentieren wird.

Ich sah den Mann des Hauses im Widerspruch mit sich selbst stehen. Er schaut nach links und rechts, sieht seine Autokollektion und denkt „das ist mein Hobby“ und sagt dann „aber das ist die Zukunft“. Er fühlt, dass er uns helfen kann und muss. Mehr zu sich selbst als zu mir sagt er: „Das muss erfolgreich sein, ich muss Ihnen helfen. Ich muss Sie vorstellen.“ Ich starre auf den Gullwing, der in voller Pracht mit den Türen nach oben steht. Der Gesamtwert seiner Autos und der der Rallye-Piloten übersteigt sicherlich 10 Millionen Euro. Aber würde er das Auto selbst kaufen? „Ich denke, es wird meiner Frau gefallen.“ Es liegt an uns, einen neuen Champion zu schaffen.

In einer wöchentlichen Kolumne, die abwechselnd von Eveline van Zeeland, Jan Wouters, Katleen Gabriels, Maarten Steinbuch, Mary Fiers, Carlo van de Weijer, Lucien Engelen, Tessie Hartjes und Auke Hoekstra geschrieben wird, versucht Innovation Origins herauszufinden, wie die Zukunft aussehen wird. Diese Kolumnisten, gelegentlich ergänzt durch Gast-Blogger, arbeiten alle auf ihre Weise an Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Also wird morgen gut sein. Hier sind alle bisherigen Episoden.

Möchten Sie mehr über Lightyear One erfahren? Hier gibt es noch viel mehr.