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„Mobilitätslösungen für die Zukunft” sind das Fachgebiet der FMS GmbH (Future Mobility Solutions). Das Unternehmen aus dem bayerischen Gaimersheim zählt hierzu Bereiche wie die Beratung, Planung und Entwicklung von Systemen zur Digitalisierung und zum autonomen Fahren, wie die Kommunikation zwischen Autos und Ampeln. Dazu kommen Ingenieurdienstleistungen im Bereich Automotive und auch der Umbau von aktuellen Fahrzeugen. Für seine innovativen Konzepte wurde Future Mobility Solutions mit dem Bayerischen Gründerpreis 2019 in der Kategorie Konzept ausgezeichnet.

Innovation Origins hat sich mit einem der zwei Geschäftsführer und Co-founder Prof. Dr. Harry Wagner über sein Unternehmen unterhalten.

Die Gründer: Prof. Dr. Harry Wagner und Dipl. Ing. Josef Obermeier © FMS

Wie kamen Sie auf die Idee zur Gründung des Start-ups?

Mobilität ist ein Thema, das alle Gesellschaftsschichten betrifft. Der Wandel der Mobilität in den kommenden 10-15 Jahren wird vergleichbar sein mit dem Wandel, den die Telekommunikation in den letzten 15 Jahren durchlebt hat. Neue Trends führen zu neuen Geschäftsmodellen, neuen Playern im Markt sowie Veränderungen in der Wertschöpfungsstruktur. Diesen Wandel wollten wir mit der FMS aufgreifen und ganzheitliche Mobilitätslösungen – nicht nur für die Industrie, sondern auch für Städte, Kommunen, ÖPNV-Gesellschaften – anbieten.

Was macht Future Mobility Solutions, bzw. Ihr Produkt, im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz besonders und welche Probleme löst es?

Wir unterscheiden Mobilitätslösungen, die in einem Produkt Anwendung finden und Mobilitäts-Dienstleistungen, die dem Nutzer künftig Zugang zu Mobilität gewährleisten. In beiden Fällen spielt das Thema Digitalisierung und Entwicklung von Software eine wesentliche Rolle. Unsere USP besteht darin, dass wir das gesamte Mobility Eco System betrachten und z.B. sowohl Lösungen für das autonome Fahren entwickeln als auch die entsprechenden Konzepte für Infrastrukturbetreiber. Wir können den gesamten Entwicklungszyklus für mobilitätsspezifische Problemstellungen abdecken. Neben der Funktions- und Softwareentwicklung ist die Integration und das Testing, aber auch die Erforschung und die Konzeptionierung neuartiger Lösungen bei uns realisierbar. Somit können wir Mobilitätslösungen im B2B-, als auch im B2C-Bereich entwickeln, Geschäftsprozesse und -modelle digitalisieren oder aber auch Applikationen aufbauen. Eines unserer Produkte ist die „Virtual City“. Unter Zuhilfenahme dieses Tools kann Verkehr und Mobilität in einem breiten Rahmen visualisiert und zukünftig simuliert werden. Durch diese Kompetenz können wir die jeweiligen Projekte zielgerichtet unterstützen.

Was war die größte Hürde, die Sie überwinden mussten?

Als wir mit vollen Auftragsbüchern im letzten Winter einige Zeit ohne Heizung klarkommen mussten und sich die Auslieferung unserer Softshell-Jacken verzögert hat. Aber glücklicherweise hat das dem Teamgeist keinen Abbruch getan, lediglich das Entwickeln von Software-Code mit kalten Fingern war etwas ungemütlich.

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Was motiviert Sie, jeden Morgen zur Arbeit zu gehen?

Besonders motiviert mich im Moment, dass in unseren frisch renovierten Räumen die Heizung funktioniert. Im Ernst: Motivierend ist für mich die Arbeit mit meinen Teams an den vielfältigen und innovativen Lösungen, welche wir für uns und unsere Auftraggeber mit viel Stolz und Leidenschaft entwickeln können.

Gab es einen Moment, an dem Sie aufgeben wollten?

Jeden Tag um 5:30, wenn der Wecker klingelt. Ab 5:45 beginnt aber dann die Vorfreude auf einen neuen Tag. An’s Aufgeben haben wir noch nicht gedacht.

Und umgekehrt: Was hat Sie besonders stolz gemacht?

Besonders stolz hat mich dieses Jahr neben der Auszeichnung mit dem „Bayrischen Gründerpreis“ in der Kategorie „Konzept“ die Nominierung zur Finalrunde des eMove360° Award 2019 in der Kategorie „Mobility Concepts & Software“ gemacht. Vor allem bin ich hier auf mein Team stolz, da diese Auszeichnungen für unsere Mitarbeiter und deren Ideen sind.

Was können wir in den kommenden Jahren von Future Mobility Solutions erwarten?

In den nächsten Jahren sind einige Lösungen zur Verbesserung der Mobilität zu erwarten. Eine davon nennen wir Mobility Roaming, aber darüber wollen wir noch nicht sprechen. Darüber hinaus werden wir die Virtual City weiter entwickeln und diese zu einer branchenweiten Lösung etablieren! Vor allem wollen wir einen positiven Impact auf nachhaltige Mobilität von Morgen haben.

Was ist Ihre Vision für Future Mobility Solutions

Wir wollen uns zukünftig zu einem führenden Partner rund um alle Mobilitätsfragen etablieren und herausragende, einzigartige und innovative Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle auch in Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln!

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