Seit Kurzem studiert die Telekom gemeinsam mit einem ortsansässigen Imker in München das Verhalten von Bienen. Dazu hat der Konzern Bienenstöcke mit IoT-Sensoren ausgestattet, die mit dem Maschinen- und Sensorennetz NarrowBand IoT, kurz NarrowBand verbunden sind. Die Bienen residieren im T-Systems Innovation Center.

Dank der Sensoren können nun Informationen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Gewicht, damit ist der Füllstand der Waben gemeint, direkt aus dem Bienenstock ausgewertet werden. Die Daten werden über die T-Systems-Cloud an einen ortsansässigen Imker übermittelt. Über Tablett oder Smartphone kann er sie ortsunabhängig lesen. Er sieht auf einem Blick, ob es den Tieren gut geht. Bei Auffälligkeiten kann er gezielt eingreifen. Unnötige Fahrten, um die Bienenstöcke zu überprüfen, entfallen damit. Zudem werden die Insekten weniger gestört.

IoT-Sensoren unter dem Bienenstock
IoT-Sensoren unter dem Bienenstock

IoT für den Artenerhalt

Dass Honigbienen dafür sorgen, die heimische Fauna zu erhalten ist unbestritten. Etwa 80 Prozent der 2.000 bis 3.000 Nutz- und Wildpflanzen sind für die Bestäubung der Blüten auf die emsigen Insekten angewiesen. Experten gehen davon aus, dass ohne Bienen der Mensch verhungern würde. Etwa 870.000 Bienenvölker schwirren nach Angaben des Deutschen Imkerbundes hierzulande von Blüte zu Blüte.

Betrachtet man den volkswirtschaftlichen Wert von Honigbienen liegt die Wertschöpfung durch die Bestäubungsarbeit bei etwa 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommen Agrarökonomen der Universität Hohenheim. Gäbe es keine Bienen mehr, würden etwa 41 Prozent weniger Erlöse im Anbau erzielt werden.

Bienen sterben

Umso wichtiger ist es die Artenvielfalt und die Lebensräume der fleißigen Insekten zu erhalten. Denn die Zahl der Bienen hat sich in den vergangenen Jahren um 75 Prozent verringert. Wissenschaftliche Studien belegen dies. Die Gründe dafür sind Pestizide, eintönige Landschaften, fehlende Nahrungsquellen und natürlicher Lebenslauf sowie Parasitenbefall, etwa von Varromilben.

Um das Bewusstsein für Bienen zu schärfen, haben die Vereinten Nationen den 20. Mai in diesem Jahr zum ersten Mal zum Feiertag für die Bienen erklärt. Somit soll mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden. Intelligente Technik wie IoT-Sensoren könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um das Bienensterben einzudämmen.

Übrigens auf den Dächern der Bonner Telekom-Zentrale befinden sich auch smarte Bienenkörbe, die nach dem gleichen Schema wie in München arbeiten.

 

Wer mehr über Bienen und Internet wissen will:

https://www.youtube.com/watch?v=0YJfjQsGrpk

 

Fotos: Deutsche Telekom AG

 

 

 

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Über den Autor

Author profile picture Christiane Manow-Le Ruyet ist Journalistin. Stets neugierig und immer bereit Neues zu erfahren. Neben IT und Architektur ist sie auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Food zu Hause. Und wenn sie mal nicht schreibt, zeichnet sie. Am liebsten Sketchnotes. Das ist ihr zweites Steckpferd - als ausgebildete Innenarchitektin vielleicht auch kein Wunder.