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Membranen gibt es in allen Formen und Größen. Es handelt sich dabei um künstliche Filter, die z.B. bei der Wasserreinigung oder in Autokatalysatoren eingesetzt werden. Sie werden auch in Werksrohren verwendet. Forscher des University College London (UCL) und der University of Newcastle haben jetzt eine neuartige Membran entwickelt, die die Abtrennung von Kohlendioxid (CO2) von anderen unschädlichen Gasen erleichtert.

Die Forscher nennen es in ihrer Pressemitteilung „eine Art Kaffeefilter”, der beispielsweise den unschädlichen Stickstoff durchlässt, während das CO2 aufgefangen und dann gespeichert oder zu etwas anderem verarbeitet wird.

CCS

Das Edelmetall Silber spielt bei der Lösung der britischen Universitäten eine zentrale Rolle. Laut Greg Mutch von der Universität Newcastle ist nicht die gesamte Membran aus Silber. Es wurde nur etwas Silber hinzugefügt. Das ergibt nicht nur einen viel effektiveren Filter, sondern auch einen, dessen Kosten mit anderen Methoden zur CO2- Abscheidung konkurrieren können.

Professor Paul Shearing von UCL Chemical Engineering ist der Ansicht, dass diese Methode einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur CO2-freien Industrie leisten kann. Die Studie wurde in der Zeitschrift Energy and Environmental Science veröffentlicht.

Erneuerbare Energie

Die Abscheidung des Treibhausgases CO2 ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn etwas damit gemacht wird. In den letzten Jahren wurde viel über die unterirdische Speicherung geforscht, kurz CCS oder Kohlendioxidabscheidung und -speicherung. Einige Leute sehen dabei jedoch auch Risiken, beispielsweise für die öffentliche Gesundheit. Folglich ist die großflächige Anwendung von CCS noch in weiter Ferne. Verschiedene Wissenschaftler arbeiten auch an der chemischen Bindung von CO2, um eine weitere nützliche Substanz zu schaffen. Wirtschaftlich gesehen ist dies jedoch noch nicht rentabel.

Die Alternative ist natürlich nachhaltige Energie (Wind, Sonne), bei der kaum CO2 freigesetzt wird.

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Über den Autor

Author profile picture Maurits Kuypers schloss sein Studium der Makroökonomie an der Universität Amsterdam mit dem Schwerpunkt internationale Arbeit ab. Seit 1997 ist er als Journalist tätig, zunächst 10 Jahre lang in der Redaktion von Het Financieele Dagblad in Amsterdam, dann als freier Korrespondent in Berlin und Mitteleuropa. Wenn es um technologische Innovationen geht, hat er immer ein Auge auf die finanzielle Machbarkeit eines Projekts.