Am vergangenen Freitag feierte augmen.tv mit dem Launch von Screens Up bei den „2018 Kids‘ Choice Sports Awards“ sein US-Debüt. Screens Up ist eine Mischung aus Augmented Reality (AR)-Effekten, synchronisiert mit TV-Momenten und lustigen Features wie Minispielen und AR-Stickern. Mit dieser App will der TV-Sender Nickelodeon seinen kleinen Zuschauern die Möglichkeit geben, als synchronisiertes Second-Screen-Erlebnis Spezialeffekte wie Schleim, Luftschiffe oder auch SpongeBob „aus dem Fernseher ins Wohnzimmer“ zu holen.

Möglich gemacht wurde all das durch eine kontinentalübergreifende Zusammenarbeit zwischen Nickelodeon und vier Agenturen bzw. Technologiepartnern in drei Ländern: Monterosa, The Mill, We Are Royale und dem Münchner Startup eyecandylab.

Das Unternehmen ist auf Augmented Reality für Bewegtbilder spezialisiert und adaptierte ihre selbst entwickelte AR-Technologie als SDK für die Nickelodeon-App laut Eyecandylab-Mitbegründer Tom Orzikowski in nur knapp drei Monaten. „Der Kunde war sofort davon überzeugt, dass wir diese perfekte Technologie für diesen Fernseher- und Endkunden-Einsatz haben, die problemlos auf Smartphones und Tablets, ohne irgendwelche anderen Hilfsmittel wie Brillen oder dergleichen, verfügbar ist“, sagt Orzikowski.

augmen.tv ist führt die bislang unvereinbaren Welten von linearem Fernsehen und dem Second Screen zusammen. „Einfach das Smartphone oder Tablet vor den Fernseher halten – und eine komplett neue Welt mit Augmented Reality Content erleben“, heißt es bei eyecandylab.

Zusätzlich zum AR-Erlebnis können die Zuschauer Spiele spielen, Umfragen durchführen und darüber abstimmen, was in der Show passiert. Dazu werden die Kinder während der Sendung von ihren Fernsehern aufgefordert, die App auf ihren Handys oder Tablets zu benutzen, um die Sendung beeinflussen zu können. Die Quizzes, Umfragen und Spiele sind alle mit der Sendung synchronisiert und können AR-Sticker freischalten. Nickelodeon erklärt, dass die App es den Kindern erlaubt, auch nach der Übertragung mit einigen der AR-Effekte und Spiele zu spielen.

Nach dem „Kids‘ Choice Sports“ wird Screens Up zu einem „Engagement Center“ ausgebaut, das nicht nur erweiterte augmen.tv-Effekte, sondern auch einen Ort für andere AR-gestützte Erlebnisse bieten soll. Währenddessen arbeitet man bei eyecandylab schon wieder an den nächsten Projekten. „Unter anderem mit Softbank in Japan und einem der größten Telco-Anbieter in Korea“, so Orzikowski.

Deutschland hinkt in puncto AR offenbar noch etwas hinterher und Orzikowski weiß auch, wieso das so ist. „Wir hatten in Deutschland bei „Galileo“ auf Pro 7 unseren allerersten Kick-Off“, erklärt er und es gäbe auch immer wieder großes Interesse, aber „in Deutschland und Europa ist die Entscheidungsfreude auf Konzernebene aber noch nicht so hoch, dass man einer der First Mover sein würde und das in den Dauereinsatz bringen möchte“, erklärt er. „Da sind die bekannten Technik-Nationen schon weiter. In Deutschland werden Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft von viel zu großem Bedenkenträgertum und Zaudern blockiert.“

Mit Screens Up hat eyecandylab die neue Ära des Mixed Reality Entertainment eingeläutet, voerst allerdings nur für Zuschauer in den USA , da die App momentan nur dort zur Verfügung steht. Wann Nickelodeon sie auch für den Rest der Welt bereitstellt, ist noch nicht bekannt.