© KEYOU

Das Unterschleißheimer Start-up Keyou will künftig mit Wasserstoffmotoren Nutzfahrzeuge betreiben. Dabei setzt das Unternehmen auf herkömmliche Diesel-Verbrennungsmotoren, die es mit einem speziell entwickeltem Brennverfahren ausstattet. Wasserstoff verbrennt in Verbindung mit Luftsauerstoff emissionsfrei zu Wasser, da der Kraftstoff keinen Kohlenstoff enthält. Somit entstehen schädliche Kohlenstoffe erst gar nicht.

Hinter dem 2015 gegründeten Unternehmen stehen die beiden ehemaligen BMW-Ingenieure Thomas Korn und Alvaro Sousa. Die beiden Macher demonstrieren mit ihrem Technologieansatz, wie ein konventioneller Dieselmotor zu einem emissonsfreien Wasserstoffmotor umgerüstet werden kann. Dafür setzen sie auf eine effiziente Einblasung, Abgasrückführung und einen patentierten Wasserstoff-Katalysator. Eine Lösung, die vor allem durch ihre Umweltverträglichkeit überzeugt. Im Gegensatz zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos sind keine Rohstoffe wie seltene Erden oder Lithium nötig.

Als potenziellen Absatzmarkt visiert Keyou den Nutzfahrzeugbereich an. Mit 45 Wasserstofftankstellen deutschlandweit gibt es noch kein flächendeckendes Versorgungsnetz. Busse könnten aber in den Depots betankt werden, nachdem dort entsprechende Zapfstellen installiert würden. Die Reichweite einer Tankfüllung liegt Keyou zufolge bei etwa 350 Kilometern. Als Vergleich: Ein Linienbus führt durchschnittlich etwa 280 Kilometer pro Tag. Dei Gründer rechnen damit, die ersten Fahrzeuge 2019/2020 mit Wasserstoffmotoren ausstatten zu können.

Foto: Keyou

 

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Über den Autor

Author profile picture Christiane Manow-Le Ruyet ist Journalistin. Stets neugierig und immer bereit Neues zu erfahren. Neben IT und Architektur ist sie auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Food zu Hause. Und wenn sie mal nicht schreibt, zeichnet sie. Am liebsten Sketchnotes. Das ist ihr zweites Steckpferd - als ausgebildete Innenarchitektin vielleicht auch kein Wunder.