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Die niederländische Firma Conmeq hat einen elektrischen Lader entwickelt, der körperliche Arbeiten wie Pflasterarbeiten oder Abbrucharbeiten erleichtert. Deshalb startete Conmeq 2019 eine Zusammenarbeit mit ELEO, einem Hersteller von Batteriesystemen für Lader. Nun wird ELEO in den nächsten drei Jahren mindestens eintausend Batteriesysteme liefern. Die Lader sind seit 2020 in Produktion. Es gibt schon Kunden in den Benelux-Ländern, aber „jetzt gehen wir wirklich auf den europäischen Markt“.

Ermöglicht wird dies unter anderem durch eine Zusammenarbeit zwischen Conmeq und dem amerikanischen Maschinenhersteller Vermeer. Vermeer wird sich um den Vertrieb in Europa kümmern, sagt Verkaik. „Das bedeutet, dass es eine Menge Verkäufe geben wird. Wir müssen also genug produzieren, um die Nachfrage zu decken. Dafür werden auch unsere Batterien benötigt. Deshalb haben wir unsere Zusammenarbeit offiziell in einer Kooperationsvereinbarung festgehalten. Von nun an werden wir kontinuierlich Batterien an Conmeq liefern“.

Es ist ein gutes Geschäft für ELEO, sagt Verkaik. „Das zeigt, dass unser Produkt gut ankommt. Das ist auch eine gute Basis für die nächsten Jahre, weil es einen guten Absatz garantiert.“ Das Unternehmen hat mit dem Bau einer neuen Fabrik begonnen. Hier kann die Batterieproduktionskapazität erheblich gesteigert werden: 500 MWh, was etwa 10.000 Batteriepacks entspricht. Es gibt auch Raum für Hightech-F&E-Labore, um die Batterietechnologie weiterzuentwickeln. Verkaik geht davon aus, dass der Bau Mitte Mai 2022 abgeschlossen sein wird.

Durchbruch

Das Unternehmen wurde 2014 mit dem Studententeam ‚Storm‘ gegründet. Dort sammelten die drei Gründer, Verkaik, Jeroen Bleker und Bram van Diggelen, Erfahrungen im Bereich des elektrischen Fahrens. Zwei Jahre später fuhr das Team mit einem Elektromotorrad in achtzig Tagen um die Welt. „Ein wunderbares Projekt, um der Welt zu zeigen, dass es möglich ist, überall elektrisch zu fahren.“ Dieses Motorrad ziert die Haupthalle des Automotive Campus in Helmond, wo sich heute das Büro und die Produktionshalle des Unternehmens befinden.

Laut Verkaik sind das Baugewerbe und die Landwirtschaft noch nicht so stark von der Elektrifizierung erfasst. „Abgesehen davon, dass es sich um einen ziemlich konservativen Markt handelt, gibt es dort so viele verschiedene Maschinen. Es gibt keinen Standard für die Elektrifizierung. Jede Maschine wird auf eine andere Weise verwendet. Dies wirkt sich wiederum auf den Akku aus. Es ist daher eine Herausforderung, die gewünschten Mengen zu erreichen“.

Umbau

Die Tatsache, dass der Lader komplett neu konsturiert wurde, hat den großen Vorteil, dass Elektromotoren die Räder antreiben, sagt Verkaik. „Wenn man einen Dieselmotor umbaut, hat er immer noch hydrostatische Motoren. Diese sind viel weniger effizient, und das bedeutet, dass man die Batterien nicht so gut nutzen kann.“ Diese Umrüstung erfolgt häufig auf der Grundlage eines bestehenden Designs einer Dieselvariante, erklärt Verkaik. „Dieses Design wurde für den Einbau einer Batterie grundlegend modifiziert. Es ist also nicht so, dass eine bestehende Maschine verändert wird“.

Laut Verkaik trägt sich der Lader von selbst. „Aufgrund der effizienten Energienutzung sind die Kosten für Energie sehr niedrig. Außerdem gehen die Wartungskosten gegen Null. Letzteres wegen der Elektromotoren. „Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch wirtschaftlich interessant.“

Der Lader hat eine Tragfähigkeit von 500 kg und 70 verschiedene Anbaugeräte. Vier unabhängige Elektromotoren und die Batterien treiben das Fahrzeug an. Das entspricht einer Kapazität von 15kWh. Damit kann ein Kunde das Gerät den ganzen Tag nutzen, ohne es zwischenzeitlich aufladen zu müssen, betont Verkaik.

„Sie können ihn für eine Vielzahl von Arbeiten einsetzen, von Abbrucharbeiten über Reinigungsarbeiten bis hin zum Transport von Steinen oder Heuballen. Je nachdem, wofür der Lader bestimmt ist, wird ein Kunde mehr oder weniger Batterien einlegen. „Jemand, der einen Abbruchhammer in die Hand nimmt, braucht etwas mehr Enerige als jemand, der ab und zu ein paar Heuballen bewegt.“

Durch die Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen Unternehmen Vermeer und Conmeq werden die Maschinen weltweit vertrieben. „Der Schwerpunkt liegt aber nach wie vor in Europa“, sagt Verkaik, „dort ist die Nachfrage nach dieser Art von Maschinen am größten.“

Kollaboration

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