Die Technische Universität München startet mit Unterstützung der Landeshauptstadt ein Forschungsprojekt zu Countdown-Ampeln. Was beim automatisierten Autoverkehr der Zukunft als ein riesiges Potential für Kraftstoffeinsparung und Stauvermeidung gilt, könnte auch Fußgängern und Radfahrern helfen, nämlich: die Verstetigung des Verkehrs. Konkret: Wer sieht, dass die Ampel vorn gleich auf Rot springt, braucht sich auf den letzten Metern nicht hetzen, kurz vor Grün braucht man das Handy gar nicht mehr zücken. Und in Zeiten von verkehrsabhängiger Ampelsteuerung und der Beschleunigung von Bus und Tram können sich Radler und Fußgänger an großen Kreuzungen eben nicht mehr auf einen stoischen Wechselrhythmus der Geh-und-Stehsteuerung verlassen.

„Die laufende Optimierung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger ist fester Teil der Arbeit des Verkehrsmanagements im Kreisverwaltungsreferat”, Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. “Mit einem Blick auf den Countdownzähler kann jeder selbst entscheiden, ob sich der Tritt in die Pedale noch lohnt – oder ob Bremsen sinnvoller ist.“

Seit gestern geht die TU München diesen Themen an der Milbertshofener Straße, Ecke Christoph-von-Gluck-Platz auf den wissenschaftlichen Grund. Der Countdownzähler ist als drittes Element oberhalb des Grün- und Rotlichts angebracht und zeigt den Radfahrern und Fußgängern in Richtung Süden an, wie viele Sekunden lang sie noch Grün haben.

Die TU München wertet mit vergleichenden Videoaufnahmen das Verhalten der Radfahrer aus. Mehr unter: www.vt.bgu.tum.de.

 

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