Andreas Schau/Pixabay

Das Verschwinden von Korallen (Riffen) aufgrund der globalen Erwärmung steht bei fast jeder Klimakonferenz ganz oben auf der Tagesordnung. Das liegt nicht nur daran, dass die Korallen so schön und farbenfroh sind und dass schöne Fische in ihnen zu Hause sind. Korallen sind auch ein wichtiger Wirt für Algen. Und Algen sind von enormer Bedeutung für das gesamte Ökosystem und sie verbrauchen CO2.

Forscher der Universität Cambridge in Großbritannien und der American University of California San Diego haben mit einem 3D-Drucker korallenähnliche Strukturen hergestellt. Sie sollen den Algen als Lebensraum dienen und gleichzeitig bestehende Korallenriffe schützen. Die Studienergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Photosynthese

Die Einzigartigkeit von Korallen und Algen besteht darin, dass sie eine perfekte Symbiose bilden. Algen produzieren durch Photosynthese Zucker. Es hat sich herausgestellt, dass sie dies am besten in der geschützten Umgebung der Korallenriffe zu tun können. “Korallen sind sehr effizient beim Absorbieren und Nutzen von Licht”, sagt Daniel Wangpraseurt vom Fachbereich Chemie der Universität Cambridge. “In unserem Labor suchen wir nach Methoden, um diese Strategie der Korallen für die kommerzielle Nutzung zu kopieren und nachzuvollziehen”.

Biomasse

Wangpraseurt und seine Kollegen haben 3D-gedruckte Korallenstrukturen als Lebensraum für Algen genutzt. Sie probierten verschiedene Formen bei verschiedenen Algenarten aus und stellten bei ihren Tests fest, dass die Algenpopulation 100 Mal schneller wuchs als ohne Korallen.

Nach Ansicht der Forscher gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Praxis zu nutzen. Das Verfahren könnte zum Beispiel von Produzenten von Biomasse, die aus Algen besteht, verwendet werden.

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Über den Autor

Author profile picture Maurits Kuypers schloss sein Studium der Makroökonomie an der Universität Amsterdam mit dem Schwerpunkt internationale Arbeit ab. Seit 1997 ist er als Journalist tätig, zunächst 10 Jahre lang in der Redaktion von Het Financieele Dagblad in Amsterdam, dann als freier Korrespondent in Berlin und Mitteleuropa. Wenn es um technologische Innovationen geht, hat er immer ein Auge auf die finanzielle Machbarkeit eines Projekts.