Prototype © Apeiron
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About Apeiron Smart Systems B.V.

  • Founders: Khashayar Mansourizadeh, Maurits de Lint
  • Founded in: 2021, Eindhoven, Niederlande
  • Employees: 3
  • Money raised: bootstrapping
  • Ultimate goal: Einführung der Schwarmtechnologie in die heutige Arbeitsweise von Robotern.

Laut Apeiron Smart Systems B.V. liegt die Zukunft der Logistik in Robotern, die zusammenarbeiten können. Der Gründer Khashayar Mansourizadeh spricht darüber in dieser Folge von Start-up-of-the-Day.

Was genau macht Apeiron?

„Apeiron entwickelt kleine Roboter, die sich je nach Aufgabe an- und abkoppeln können. Man kann es mit Zügen vergleichen, bei denen die Waggons je nach Anzahl der zu transportierenden Personen oder Güter abgekoppelt oder angekoppelt werden. Im Online-Handel sind die Lager voll mit Waren verschiedener Größen und Gewichte. Der Transport eines großen Pakets mag für einen einzelnen Roboter unmöglich sein, aber er kann von mehreren miteinander verbundenen Robotern durchgeführt werden. Unser erster Prototyp, der Apeibot-1, ist fünfzig Zentimeter lang, fünfzig Zentimeter breit und fünfundzwanzig Zentimeter hoch. Die Software befindet sich zwar noch in der Entwicklung, aber die Hardware ist so konzipiert, dass sie in einem ‚Team‘ mit anderen Bots arbeiten kann, um die logistische Arbeit effizienter zu gestalten.“

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Welches Problem lösen Ihre Roboter?

„Derzeit sind Roboter oft zu speziell für eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Produkt konzipiert. Auch die Bot-Designs sind oft sehr komplex. Wir wollen dieses Problem angehen, indem wir es sehr einfachen Robotern ermöglichen, intelligent zusammenzuarbeiten. Ein Schwarm von kleinen, einfachen Robotern kann viel mehr leisten als eine teure, komplexe Maschine.“

Wie kam es zu dieser Idee?

„Die Idee kommt aus der Natur. Die Fähigkeiten einer einzelnen Ameise oder Biene sind sehr begrenzt, aber wenn sich Ameisenkolonien oder Bienenschwärme zusammentun, sind sie in der Lage, komplexe Strukturen zu bauen und komplizierte Aufgaben zu erfüllen. Wenn sie einfache Regeln befolgen, wachsen sie gemeinsam weit über ihre individuellen Fähigkeiten hinaus. Dieses Prinzip hat uns dazu inspiriert, lernfähige, kooperative Roboter zu entwickeln. Deshalb nennen wir das auch Schwarmtechnologie.“

Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert?

„Es ist immer noch schwierig, einen geeigneten Zugang zum Markt zu finden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Logistikunternehmen sich nur ungern modernisieren und lieber an traditionellen Arbeitsmethoden festhalten, egal wie vielversprechend eine bestimmte Technologie auch sein mag. Die Tatsache, dass wir ein neu gegründetes Unternehmen und kein renommierter multinationaler Konzern sind, trägt ebenfalls zu diesem Problem bei. Daher konnten wir noch keinen geeigneten Partner für unsere Tests finden.“

Was sind Ihre Zukunftspläne?

„Bis Mitte 2023 soll der Forschungs- und Entwicklungszyklus unserer Schwarmtechnologie endgültig abgeschlossen sein. Mit dieser langfristigen Vision hoffen wir, im nächsten Jahr die ersten Kunden gewinnen zu können, damit wir Probetests durchführen können. Letztendlich hoffen wir, dass wir auch außerhalb der Logistik von Bedeutung sein können. Unsere Bots können zum Beispiel in der Baubranche viel Gutes leisten.“

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