© ASML

Der Kampf um die besten technischen Talente erfordert ungewöhnliche Ideen. Dabei geht es nicht immer um die größten und plakativsten Lösungen, wie die neueste Kampagne von ASML zeigt. Um deutsche Elektroingenieure, Maschinenbauer, Physiker, Softwareentwickler und Mathematiker für sich zu interessieren, platzierte der Veldhovener Chipmaschinenbauer eine sehr kleine Anzeige. So klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Gedruckt ist sie genau 33,27 x 7,76 Mikrometer groß. Die Botschaft: „Um wirklich klein zu werden, muss man groß denken“. Um das Original lesen zu können, steht den Studenten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen heute ein Mikroskop zur Verfügung. In den nächsten Wochen wird ASML mit dieser Kampagne auch die TU München besuchen.

„Mit unserer kleinsten Anzeige begrüßen wir Studenten in der Welt der Nanolithographie“, sagt Hank Oosterbaan, Leiter der globalen Arbeitsmarktkommunikation von ASML. „Unsere Chipmaschinen von der Größe eines Stadtbusses vereinen fortschrittliche Mechatronik, Optik und Software. So können unsere Kunden ihren Chipproduktionsprozess bis auf den letzten Nanometer kontrollieren. Wir sind ein Technologieunternehmen mit einer wichtigen Rolle in der globalen Chipindustrie. Trotzdem sind wir in Studentenkreisen noch nicht ausreichend bekannt.“

ASML wächst schnell, um die Technologie von morgen zu entwickeln, sagt Oosterbaan: „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr rund 3.500 Arbeitsplätze schaffen werden. Der Großteil dieser Arbeitsplätze wird auf unserem F&E-Campus in Veldhoven angesiedelt sein, etwas mehr als eine Autostunde von Aachen entfernt. Wir sind auf der Suche nach neuen Ingenieuren und Fachleuten, die uns bei der Entwicklung unserer Technologie unterstützen.“

https://youtu.be/hBNr6TO5VqM

Die kleinste Anzeige wird von der Guinness World Records Organisation offiziell als Weltrekord anerkannt, so ASML. Die Anzeige hat eine Gesamtfläche von 258 Quadratmikrometern und beinhaltet auch einen speziellen Hashtag, den die Studierenden der RWTH für Social Media nutzen können. So haben sie die Möglichkeit, ihre Studiengebühren für das Jahr 2018-2019 zurückzugewinnen. Der Druck der Botschaft im Mini-Format erfolgte mit einem Immersionslithografiesystem im Reinraum auf dem ASML-Campus in Veldhoven.

Die Rekrutierungskampagne wird nach ihrem Start an der RWTH Aachen weitere Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland, den Niederlanden und Belgien besuchen.

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Über den Autor

Author profile picture Bart Brouwers ist Mitbegründer und Miteigentümer von Media52 BV, dem Herausgeber von innovationorigins.com.