Nun ja, Wien und Zürich haben uns in dieser Runde geschlagen, aber München ist jetzt weltweit die Nummer 3 wenn es um Aspekte der Lebensqualität geht. Mit der jährlich erscheinenden Liste will das Personalberatungsunternehmen Mercer Unternehmen bei der Festlegung der Bezahlung für Mitarbeiter unterstützen, die ins Ausland entsandt werden. Ob Münchens gute Position also eine gute oder schlechte Nachricht für München ist, hängt ganz von Ihrer Perspektive ab.

München teilt sich Platz 3 mit Auckland, Neuseeland. Die gesamte Liste umfasst in diesem Jahr 231 Städte. Laut Mercer ist „München auf den dritten Platz aufgestiegen, da die Stadt im Laufe der Zeit durch kontinuierliche Investitionen in die Hightech-Infrastruktur und die Förderung ihrer kulturellen Einrichtungen gezielt Talente und Unternehmen angezogen hat“.

Die Städte werden anhand von 39 Faktoren bewertet, die in die folgende 10 Kategorien eingeteilt sind:
Soziales Umfeld einschließlich Politik und Kriminalität
Wirtschaftliches Umfeld
Einschränkungen der persönlichen Freiheit
Medizinische und gesundheitliche Aspekte
Schulen und Bildung
Öffentliche Versorgungsbetriebe und Verkehrsmittel
Freizeit und Unterhaltung
Konsumgüter
Wohnungen
Umwelt und Klima

In diesem Jahr befasste sich Mercer auch mit der „Stadtreinigung“, die die Abfallbeseitigung und die Abwasserinfrastruktur der Städte, den Grad der Infektionskrankheiten, die Luftverschmutzung, die Wasserverfügbarkeit und -qualität analysiert. Honolulu führt das Ranking in puncto Stadtreinigung an, gefolgt von Helsinki und Ottawa auf dem zweiten Platz, während Dhaka (230) und Port au Prince (231) die hinteren Plätze belegen.

„Angesichts der zunehmenden Globalisierung und des demografischen Wandels der Belegschaft wird die Gewinnung und Anbindung der richtigen Talente an den Arbeitgeber eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen in den nächsten fünf Jahren sein“, sagte Ilya Bonic, Senior Partner und Präsident von Mercer’s Career Business. „Eine immer vielfältigere Belegschaft ist sowohl mobiler als auch digitaler, mit sehr unterschiedlichen Anforderungen und Ansprüchen an Karriere, Lebensstil und letztlich auch an den Ort, wo und die Art und Weise, wie sie arbeiten will. Unternehmen müssen diese Faktoren in ihrem Leistungsversprechen für ihre Mitarbeiter vor Ort und im Ausland berücksichtigen.“

Wien belege nach wie vor den Spitzenplatz in Europa und weltweit und biete Einwohnern und im Ausland lebenden Menschen hohe Sicherheit, gut strukturierte öffentliche Verkehrsmittel und eine Vielzahl von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, so Mercer. Durch den Terroranschlag in Stockholm (23) verliert die Stadt drei Plätze, während Oslo (25) und Lissabon (38) ihre Platzierungen um sechs bzw. fünf Plätze verbessern. London bleibt weiter hinten auf der Liste – wegen seiner anhaltenden Probleme mit Verkehrsstaus und Luftverschmutzung fällt es um einen Platz auf Rang 41.