Foto: Helpr

Helpr, der Utrechter Hersteller von Unterrichts-Bots – das sind intelligente Lernprogramme – hat eine Zusammenarbeit mit der gestern gegründeten Organisation “Studenten helfen Schülern” gestartet. Die Organisation wird Kindern, die wegen des Ausbruchs des Corona-Virus zu Hause bleiben müssen und Hilfe gebrauchen können, Online-Unterricht anbieten.

Die Idee stammt von Sander Bos, einem Studenten des Studiengangs ‘Liberal Arts & Sciences’ an der Universität Utrecht mit dem Schwerpunkt Innovationsmanagement. Seine Schwester legt in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung am Gymnasium ab. An diesem Wochenende habe er beschlossen, ihr Nachhilfeunterricht zu geben, damit sie entspannter zu den Prüfungen gehen könne, sagt Bos. “Das war ohnehin meine Absicht. Aber jetzt, wo alle durch Corona zu Hause sitzen, dachte ich: Wir müssen dies allen Kindern, die Nachhilfe brauchen, ermöglichen”.

Utrechter Start-ups

Deshalb wandte sich Bos Herman an van den Berg, den Marketingmanager des Gründungszentrums Utrecht.inc. Van den Berg rief das Start-Up Helpr an, das sich im gleichen Gebäude in Utrecht.inc befindet und auf Online-Hausaufgabenhilfe spezialisiert ist. Dies geschieht mit Hilfe eines Studien-Roboters, der Fragen über eine App auf dem Mobiltelefon beantwortet. Ein solches Hilfsmittel ist der perfekte Ersatz für den regulären Schulunterricht in Zeiten der Epidemie.

Um Online-Hausaufgaben zu erteilen, nutzt “Studenten helfen Schülern” Bitpaper.io, eine kostenlose Online-Plattform, auf der ein Tutor mit einem Schüler über ein Problem, das er lösen möchte, chatten und sich beraten kann, sagt Bos.

Es gibt auch Gespräche mit großen Schulbuchverlagen wie Thieme Meulenhoff, der alle Prüfungssammlungen online hat und sie zum freien Üben zur Verfügung stellt. Auch mit anderen Unternehmen wird derzeit verhandelt.

Kostenlos oder mit Tikkie bezahlen

Auf der Website von ‘Studenten helfen Schülern’ können sich Studenten und Schüler online für die Erteilung oder den Erhalt von Nachhilfeunterricht anmelden. Allein in den ersten Tagen hätten sich mehr als hundert Studenten angemeldet, sagt Bos. Sie können angeben, ob sie eine Aufwandsentschädigung von z.B. 5 Euro wünschen, die die Schüler bzw. Eltern über Tikkie bezahlen, oder ob sie kostenlosen Nachhilfeunterricht geben wollen.

Wenn ein Schüler kein Geld hat, bekommt er Nachhilfe von einem kostenlosen Tutor, sagt Mitbegründer Jaap Koelewijn vom Unterrichts-Bot-Hersteller Helpr. Es wird auch einen Spenden-Button auf der Website geben, so dass jeder, der die Initiative finanziell unterstützen möchte, das bequem tun kann. “Im Moment haben wir keine finanziellen Probleme. Aber wir werden bald Geld brauchen, um weiterzumachen.”

Unternehmen beteiligen sich

Es laufen Gespräche mit verschiedenen niederländischen Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten wollen, wie z.B. Kennisnet und Remind Learning, sowie mit Sekundarschulen, die Tutorenunterstützung für Schüler suchen, die diese benötigen.

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