‚Your sneak preview of the future‘ ist der Slogan von Innovation Origins und darum geht es auch in der Kolumne Start-up of the Week. In den letzten Tagen wurden fünf Start-ups des Tages vorgestellt und am Samstag wählen wir einen Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Werktag ein Start-up des Tages.

Wir betrachten verschiedene Aspekte wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und die Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung. Unsere Sieger der Woche können Preise gewinnen. Und am Ende eines jeden Kalendermonats wählen unsere Leser gemeinsam mit den Redakteuren von IO das Start-up des Monats!

 

Aisens – intelligente Sensoren in der Gelenktherapie

Das polnische Start-up-Unternehmen Aisens brachte kürzlich Orthyo auf den Markt, ein Sensorsystem zur Unterstützung der Physio- und Rehabilitationstherapie. Das System misst die Beweglichkeit der Gelenke und kann Spezialisten dabei helfen, die richtige Diagnose zu stellen. Darüber hinaus steuern die Sensoren die Übungen, die Rehabilitationspatienten zu Hause durchführen müssen. Die gewonnenen Daten können dann mit dem Therapeuten ausgetauscht werden.

Damit bringt Aisens nicht nur ein vielversprechendes Tool auf den Markt, sondern beweist auch die große Flexibilität von Start-ups. Wie das? Die Sensoren sollten zunächst die Orientierung von Drohnen verbessern, aber die drei Gründer entdeckten, dass die Sensoren auch zur Messung der Bewegung von Gelenken eingesetzt werden können. Laut der Ehefrau eines der Entwickler, die selbst Physiotherapeutin ist, gibt es dafür eine große Nachfrage, da sich die Therapeuten heute hauptsächlich auf ihre Augen verlassen müssen.

 

Deltae Innovation Solutions – Dürrebekämpfung mit Wasserreservoirs

Die Tatsache, dass die Landwirte gegen zunehmende Dürreperioden kämpfen, ist kein Geheimnis. Während die Diskussion darüber, was nun getan werden müsste, noch nicht abgeschlossen ist, gibt es auch kreative Menschen, die die Ärmel hochkrempeln und nach einer Lösung suchen. Wie der 23-jährige Tijmen Dekkers aus Zundert, einem Ort in der niederländischen Provinz Brabant. Der Holländer nahm er sich das Wasserproblem vor und entwickelte Delta X, ein unterirdisches Wasserreservoir, das bei starken Regenfällen Wasser speichert. Auf diese Weise steht auch in Zeiten der Wasserknappheit eine stabile Wasserquelle zur Verfügung.

Der Behälter ist leicht, was Transport und Bau vereinfacht und gleichzeitig dabei hilft, die CO2-Emission zu verringern. Darüber hinaus sind die Komponenten recycelbar und die unterirdische Lagerung spart Platz an der Oberfläche. Ein dreifacher Gewinn.

 

Everest Climbing – nie wieder der gleiche Klettersteig

Man könnte meinen, dass man nicht besonders clever sein muss, um eine Kletterwand zu entwerfen. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Everest ist eine bewegliche Kletterwand (man denke an ein vertikales Laufband mit Klettergriffen), die nicht nur ständig neue Kletterrouten schafft, sondern sich auch über Bewegungssensoren an die Bedürfnisse des Benutzers anpasst. Dadurch ist die Wand nicht nur für Profis geeignet, die spezifische Aktionen trainieren wollen, sondern sie könnte auch für den Rehabilitationsbereich neue Möglichkeiten bieten.

Und es ist auch eine tolle Sache für Menschen, die an ihrer Höhenangst arbeiten wollen. Sie müssen nicht in die Ferne reisen, denn die Wand kommt einfach zu ihnen.

 

Heyfair – Leben retten mit Handwäsche

Wenn gut erzogen ist, wäscht sich nach jedem Toilettengang die Hände. Aber woher weiß man, ob die Hände richtig gewaschen sind? Die Folgen einer unzureichenden Handhygiene zu Hause wird man wahrscheinlich nicht bemerken. Aber in Krankenhäusern führt dieses Problem jedes Jahr zu Millionen von Infektionen mit allen damit verbundenen Folgen. Viele Infektionen könnten mit gut desinfizierten Händen verhindert werden. Aber wie kontrolliert man das? Mit farbiger Handseife!

Die Idee des deutschen Start-ups Heyfair ist leicht zugänglich und effektiv. Die Verfärbung zeigt genau an, wo sich die Seife befindet und zeigt somit auch die übersprungenen Stellen an. Außerdem werden von nun an auch andere sehen können, ob die Hände richtig gewaschen sind – man kann sich nicht mehr druchschummeln…

 

Hochleistungsakku – die Tage des Netzteils sind gezählt.

Unsere Gesellschaft kann nicht ohne Batterien auskommen. Vom Smartphone in der Tasche über den Antrieb von Elektroautos bis hin zur Speicherung nachhaltiger Energie; Batterien werden überall eingesetzt. Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien wird in den nächsten sechs Jahren voraussichtlich um 18% steigen. Es ist nicht klar, ob die Versorgung mit Rohstoffen diesen Bedarf decken kann. Darüber hinaus verschlechtert sich die Qualität der heutigen Batterien rapide. Die intensiven Smartphone-Nutzer unter uns wissen das nur zu gut.

Die Herstellung moderner Batterien ist sehr belastend für die Umwelt, zum Teil durch die Verwendung von Kobalt. Der Rohstoff wird oft unter furchtbarsten Arbeitsbedingungen gewonnen, z.B. im Kongo. Die Suche nach Alternativen dauert schon länger an.

Und zu allem Überfluss stellen die Batterien auch ein Sicherheitsrisiko dar, zum Beispiel bei der Speicherung von Sonnenenergie und in Elektroautos. Gerade wurde bekannt, dass die Rettungsdienste große Schwierigkeiten beim Löschen und Bergen von Elektroautos haben.

Die Schweizer Start-up-Hochleistungsbatterie könnte diesem Elend ein Ende setzen. Das Unternehmen behauptet, das Alterungsproblem von Batterien auf chemischem Niveau gelöst zu haben und die Leistung der Batterien dabei nicht zu beeinträchtigen. Die Produktion dieser neuen Batterie benötigt kein Kobalt mehr und die Umweltbelastung ist 50% geringer als bei den heute üblichen Batterien. Und das Tüpfelchen auf dem I: sie sind nicht brennbar. Aufgrund der Vielzahl von Problemen, die diese neue Batterie möglicherweise lösen wird, küren wir High Performance Battery AG zum Start-up der Woche! Also legen Sie das Netzteil weg, denn laut dem Gründer steht die neue Batteriegeneration schon vor der Tür.