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About share.eu

  • Founders: Sebastian Stricker, Iris Braun, Ben Unterkofler und Tobias Reiner.
  • Founded in: 2018
  • Employees: 130
  • Money raised: -
  • Ultimate goal: -

Egal ob Shampoo, Müsli Riegel oder Notizbuch – jeder Einkauf sollte zu etwas Gutem beitragen. Mit dieser Mission fing 2018 share.eu an. Der start-up ist seitdem sowohl stark in seiner Größe als auch Einfluss auf den deutschen Lebensmittelmarkt gewachsen ist. Das Benefit Unternehmen ist nun bei beinahe jedem deutschen Super- und Drogeriemarkt auf den Regalen vorzufinden.

Das Gründerteam, bestehend aus Sebastian Stricker, Iris Braun, Ben Unterkofler und Tobias Reiner, brachte mit seinem nachhaltigen Ansatz 2018 beispielsweise die erste Flasche aus 100 Prozent recyceltem Plastik auf den Markt. Neben des nachhaltigen Aspekts der Marke hilft jeder Produktkauf außerdem Ländern in humanitärer Not mit Projekten. In dieser Ausgabe von Startup-of the day erzählt Mitgründerin Iris Braun das Konzept hinter share und wieso es wichtig ist, einen nachhaltigen Konsum zu fördern.

Mit welchem Ziel im Auge wurde share.eu gegründet?

„Wir bei share glauben daran, dass Teilen glücklich macht. Unser Ziel ist es, es jedem Menschen so einfach wie möglich zu machen, Gutes zu tun. Wir wollen unsere Gesellschaft dazu ermutigen, Menschen in Not zu helfen, indem wir alltägliche Produkte und Dienstleistungen anbieten, die es einfach machen, zu spenden oder, wie wir es nennen, mit jedem Kauf zu „teilen“. Wenn wir dabei noch andere Unternehmen inspirieren, freut uns das umso mehr.“

Laut share.eu gleicht jeder Kauf eines Produktes einer Spende. Wie funktioniert das System?

„Durch jeden Kauf eines share-Produkts spendest du automatisch an eines unserer weltweiten sozialen Projekte. Das heißt, egal ob du share-Seife, Wasser oder beispielsweise unsere Schreibwaren kaufst, du hilfst gleichzeitig einem anderen Menschen mit einer verwandten Hilfeleistung. Aktuell bietet share Produkte aus den Bereichen Nahrung, Hygiene, Trinkwasser und Bildung an. Unsere Food-Produkte spenden dabei Mahlzeiten, durch unsere Getränke werden Trinkwasserprojekte finanziert, unsere Schreibwaren supporten Bildungsprojekte und unsere Care-Produkte unterstützen Hygiene- und Sanitär-Projekte.

Damit die Spende auch genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, arbeiten wir mit verschiedenen Hilfsorganisationen zusammen. Dabei ist auch jedes Produkt mit einem QR-Code versehen, so dass die Konsumenten genau sehen können, wo die Hilfe ankommt.“

Auf welche Partnerschaft seid ihr besonders stolz?

„Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Alle. Ohne unsere Kooperationspartnern hätten wir nicht so viel erreichen können, wie wir es bereits getan haben. Gemeinsam haben wir bis heute bereits über 100 Millionen shares generiert und konnten damit 1,7 Millionen Menschen in Not helfen. Stolz können wir sagen, dass jede Sekunde jemand mit share teilt.“

Wie kommen die Projekte zustande?

„Um möglichst viele Menschen zu erreichen, arbeiten wir mit lokalen, nationalen und internationalen Organisationen zusammen. Unsere Projekte unterstützen größtenteils internationale NGOs und deren Projekte in Ländern, in denen humanitäre Hilfe dringend benötigt wird (z.B. Nothilfe in Bangladesch, Somalia, Nepal). Gleichzeitig verfolgen wir jedoch auch Projekte, die einen langfristigen Ansatz haben und die Entwicklungsmöglichkeiten der lokalen Bevölkerung nachhaltig verbessern. Hierbei geht es zum Beispiel um Bildungsprojekte, Trinkwasserversorgung oder Hygiene-Prävention und Aufklärungsarbeit (z.B. Uganda, Malawi, Kenia).“

„Dennoch wissen wir, dass auch in Deutschland und unserer direkten Nachbarschaft soziale Ungleichheiten bestehen und viele Menschen unter versteckter Armut leiden.Deshalb liegt es uns ebenso am Herzen, lokale und nationale Organisationen wie die Tafel zu unterstützen (z.B. Deutschland, Österreich, Tschechien). Generell orientieren wir die Projekte an unserem ‘need for need’ Prinzip, wobei wir die Intention verfolgen, durch jedes unserer Produkte eine Hilfeleistung zu ermöglichen. So spendet jeder share Snack eine Mahlzeit, jedes Pflegeprodukt ein Hygieneprodukte oder -leistung, jedes Getränk einen Tag sauberes Trinkwasser, und jede Schreibware eine Unterrichtsstunde.“

Wie funktioniert Recycling und Nachhaltigkeit bei share?

„Wir arbeiten stetig daran, die Nachhaltigkeit entlang unserer Produkte und Lieferketten zu verbessern. Außerdem achten wir bei der Produktentwicklung auf den ökologischen Fußabdruck der Inhaltsstoffe und Verpackungen und haben dabei immer deren Umweltauswirkungen im Blick. Zusätzlich arbeiten wir gerade daran, dass wir (wenn möglich) nur Mono- oder trennbare Materialien für unsere Verpackungen verwenden, um deren Recyclingfähigkeit zu erhöhen.

Die Zirkularität verschiedener Materialien ist von großer Wichtigkeit für zukünftige Entwicklungen und unsere internen Nachhaltigkeitsziele, weshalb wir ständig versuchen, uns hier zu verbessern und innovative Lösungen zu finden. Zudem haben wir vor kurzem unseren Company Carbon Footprint gemeinsam mit ClimatePartner für2021 gemessen, um hier Reduktions- und Verbesserungspotentiale sichtbar und operationalisierbar zu machen.“

Mit welchen Produkten startete share durch? Wie würdet ihr euren Kundenzuwachs beschreiben?

„Angefangen haben wir 2018 mit drei Produkten: Wasserflaschen, die einen Tag Trinkwasser spenden, Riegel, die eine Mahlzeit zur Verfügung stellen und Seifen, die eine Hygieneleistung ermöglichen. Alltägliche Produkte mit denen Menschen einfach, automatisch und unmittelbar beim Einkaufen Gutes tun können. Wir wollen sozialen Konsum in den Massenmarkt bringen, um so einen größtmöglichen sozialen Impact zu erzielen. Hierfür konnten wir über die letzten vier Jahre stetig neue und wichtige Partner hinzugewinnen, die unsere Mission unterstützen.“

Was hat share für Expansionsziele in den nächsten Monaten?

„In den letzten vier Jahren haben wir bereits einiges erreichen können: Aus unserem Vier-Personen Gründerteam ist inzwischen eine fast 130-köpfige share-Familie geworden. Wir bieten mittlerweile ein Produktsortiment mit über 120 Produkten aus verschiedenen Kategorien an, arbeiten mit 14 Hilfsorganisationen weltweit zusammen und können auf zahlreiche starke Kooperationspartner:innen zählen. Unser Ziel ist es, bis 2025 eine Milliarde shares zu erreichen und dafür gilt es, neue Bereiche zu erschließen, damit unser Sortiment zu erweitern sowie neue Kooperationspartnern zu gewinnen, um share zu einer ganzheitlichen Social-Impact-Marke auszubauen.“

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