Dortmund © Evgeni Tcherkasski / Pixabay

Wie europäische Regionen klimaneutral werden könnten, ist die zentrale Frage des neuen Projekts TRANSFORMER, das die EU im Rahmen des Programms Horizon Europe mit rund 2,3 Millionen Euro fördert. Die Projektpartner wollen neue Transformationskonzepte an regionalen Schnittstellen von beispielsweise Verkehr, Energie und Landwirtschaft entwickeln und testen. Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) koordiniert das Vorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Kiese und begleitet es wissenschaftlich. Es startet im September 2022 und läuft bis August 2024, so die RUB in einer Pressemeldung.

Vier Regionen mit verschiedenen Schwerpunkten

In vier Regionen bearbeitet das Projektteam unterschiedliche Schwerpunkte: In der Metropole Ruhr liegt der Fokus auf der Wasserstoff-Technologie für Industrie und Verkehr; in der Emilia-Romagna in Italien geht es um die Harmonisierung von Mobilität und Energie; in Niederschlesien in Polen steht die Entwicklung von Schieneninfrastruktur und Wasserstoff-Bussen im Zentrum; in Westmazedonien in Griechenland sind die Hauptthemen E-Mobilität, zirkuläre Ökonomie und CO2-Speicherung.

Klimaneutralität

„Die vier Regionen werden zu Super-Laboren, in denen wir alle relevanten Stakeholder zusammenbringen, die Universitäten, Kommunen, Firmen und Zivilgesellschaft, um regionale Lösungen zur Klimaneutralität zu entwickeln“, erklärt Dr. Judith Wiemann aus der RUB-Arbeitsgruppe Stadt- und Regionalökonomie, die federführend an der Antragsstellung mitgearbeitet hat. Ziel des internationalen Projektteams ist es, Roadmaps zu entwickeln, auf deren Basis eine Region den Schritt zur Klimaneutralität schaffen kann. Sie soll Meilensteine für die Umsetzung, Finanzierung und Fördermöglichkeiten enthalten, die später auf andere Regionen übertragen werden können.

In den vier Regionen sind co-kreative Workshops und andere Austauschformate mit allen relevanten Stakeholdern geplant, die innerhalb von zwei Jahren die Roadmaps entwickeln und erste Konzepte testen.

Super-Labor Metropole Ruhr

Die Metropole Ruhr wird Reallabor für den Transformationsprozess in den Bereichen Verkehr, Kreislaufwirtschaft, Energie und Industrie sein. Besonders im Fokus steht Wasserstoff, der etwa für die Stahlindustrie oder den Schiffsverkehr relevant ist – mehrere Kommunen sind in dem Bereich bereits aktiv. Ziel von TRANSFORMER ist es, die Initiativen zusammenzubringen und so ein integriertes Wasserstoff-Ökosystem zu schaffen. Die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung und Verteilung bis zum Endverbrauch soll abgebildet werden.

Wasserstof

„Wer die große Transformation schaffen will, muss dort ansetzen, wo die eingesetzten Mittel am effektivsten wirken können. Die Metropole Ruhr bietet mit ihren 5,1 Millionen Einwohnern, über 130.000 Unternehmen und 22 Hochschulen deshalb optimale Voraussetzungen“, sagt Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der Business Metropole Ruhr GmbH. „Folgerichtig führt die Ruhr-Universität Bochum TRANSFORMER für ganz Europa an. Wir freuen uns als Business Metropole Ruhr, den Wandel im Reallabor Metropole Ruhr mit innovativen Projekten mitzugestalten. Dabei wird das Thema Wasserstoff im Vordergrund stehen.“

Wer die große Transformation schaffen will, muss dort ansetzen, wo die eingesetzten Mittel am effektivsten wirken können. Die Metropole Ruhr bietet mit ihren 5,1 Millionen Einwohnern, über 130.000 Unternehmen und 22 Hochschulen deshalb optimale Voraussetzungen“, sagt Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der Business Metropole Ruhr GmbH. „Folgerichtig führt die Ruhr-Universität Bochum TRANSFORMER für ganz Europa an. Wir freuen uns als Business Metropole Ruhr, den Wandel im Reallabor Metropole Ruhr mit innovativen Projekten mitzugestalten. Dabei wird das Thema Wasserstoff im Vordergrund stehen.“

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