Anfang August ist der Startschuss für eine der ersten Quartiersboxen im Münchener Stadtteil Neuaubing-Westkreuz gefallen. Dann können Kunden, die im Online-Supermarkt Getnow Waren bestellt haben, ihre Bestellung dort abholen. Geordert wird über www.getnow.de aus einem Sortiment von 12.000 Artikeln aus dem Food- und Non-Food-Bereich. Dabei lassen sich auch Artikel aus Frische- und Kühlabteilungen bestellen und in der Quartiersbox zur Abholung bereit stellen.

Der Clou: Da die Quartiersbox modular aufgebaut ist, verfügt sie über drei unterschiedlich temperierte Facharten. Im Tiefkühlfach mit einer Temperatur von 5°C und -25°C wird Gefrorenes gelagert, das Frischefach ist mit 7°C, ideal für Fleisch und Milchprodukte sowie ein weiteres Fach für Obst, Gemüse und haltbaren Lebensmitteln. Hier herrscht eine Temperatur von circa 17 °C. Die bestellten Lebensmittel werden von geschulten Kurieren in die entsprechenden Fächer deponiert. Damit soll eine durchgehende Kühlung und eine adäquate Lagerung der gekauften Lebensmittel sichergestellt werden.

Sobald der Kunden über Getnow bestellt hat, bekommt er eine Mail und einem Code. Mit diesem Code muss er seine Bestellung in einem Zeitfenster von vier bis acht Stunden in der Quartiersbox abholen. Den Code braucht er, damit er die Fächer öffnen kann. Laut Getnow können Kunden somit besser planen, wann sie bestellen und die Ware abholen.

Quartiersbox-getnow
Ganz neu in München: Die Quartiersbox von der bei Getnow bestellte Lebensmittel bequem abgeholt werden können.

Smarter Together

Die smarten Quartiersboxen in Neuaubing-Westkreuz sind Bestandteil des EU-fianzierten Projekts „Smarter Together“, um intelligente Mobilitätslösungen in Städten zu fördern. In Zusammenarbeit mit der Stadt München, den Stadtwerken München und der MVG sowie diversen Kooperationspartnern wurde es in Leben gerufen. Das Ziel ist mit Maßnahmen für nachhaltige Mobilitätslösungen verkehrsbedingte Emissionen zu senken und Bürger für Mobilitäts- und Energiethemen zu sensibilisieren – eben ganz im Sinne einer Smart City. Durch die Bestellung im Online-Supermarkt und die Abholung in der Quartiersbox sollen zusätzliche Fahrten zum Supermarkt erspart bleiben.

Für das 2015 in Berlin gegründete Start-up Getnow und Kooperationspartner der Metro Deutschland GmbH ist die Quartiersbox eine passende Gelegenheit, die Dienstleistungen des Unternehmens weiter im Markt zu etablieren. Bisher bietet der Online-Supermarkt einen 90-Minuten-Lieferservice, eine planbare 1-Stundenlieferung sowie Abendlieferung. Mit der Quartiersbox-Lieferung erweitert der Anbieter sein Portfolio sinnvoll.

Entsprechend positiv äußerte sich CEO Dr. Dominik Reinartz, von Getnow: „Wir sind begeistert über die gemeinsame Zusammenarbeit mit der Stadt München und den Partnern MVG und SWM. Mit unserem Engagement bei diesem Projekt wollen wir zu einer nachhaltigen Smart City beitragen und gleichzeitig den Münchnern mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben schenken, wie dem Fußballspiel der Kinder oder einem Feierabend-Picknick an der Isar.“

Fotos: Getnow

 

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Über den Autor

Author profile picture Christiane Manow-Le Ruyet ist Journalistin. Stets neugierig und immer bereit Neues zu erfahren. Neben IT und Architektur ist sie auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Food zu Hause. Und wenn sie mal nicht schreibt, zeichnet sie. Am liebsten Sketchnotes. Das ist ihr zweites Steckpferd - als ausgebildete Innenarchitektin vielleicht auch kein Wunder.