München ist nicht nur die IT-Hauptstadt Deutschlands, sie ist auch das Zentrum der Innovation. Im Rahmen des EU-Projekts „Smarter Together“, das von 2016 bis 2021 läuft, werden „Smart-City“-Innovationen entwickelt, von denen die ersten, wie Intelligente Lichtmasten, die mit Hilfe von Sensoren wichtige Messungen von Daten aus Umwelt und Verkehr liefern, E-Mobilitätsstationen, Smart Home-Elemente und eine intelligente Datenplattform, bereits in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

Die EU-Kommission wählte München – neben Wien und Lyon – 2015 als Smart City-Leuchtturmstadt aus. „Wenn München zur Smart City wird, dann setzen wir nicht nur auf Neubaugebiete – wir nehmen alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit in die Zukunft“, sagte Bürgermeister Josef Schmid bei einem Pressetermin über die Zukunft der intelligenten und vernetzten Stadt. „Wie die aussehen kann, zeigen wir im Projektgebiet Neuaubing – Westkreuz und Freiham.“ Bei der Auswahl, welche Innovationen in München umgesetzt werden, hatten die Bürger regen Anteil. Jetzt muss sich zeigen, was sich auch im Alltag bewährt. Von den Ergebnissen profitieren wird nicht nur München, sondern auch andere Städte in der EU und international.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke München, Dr. Florian Bieberbach, erklärte: „Die Elektro-Mobilitätsstationen sollen Anwohnerinnen und Anwohnern den Ein- oder Umstieg in die Elektro-Mobilität erleichtern. Wir bieten Elektro-Fahrräder in der MVG-Rad-Flotte und Elektro-Dreiräder zum Lastentransport; unser Partner STATTAUTO wird Elektro-Mietautos bereitstellen. Eine weitere Innovation sind Quartiersboxen, über die unter anderem lokale Unternehmen ihre Produkte vertreiben können. Alle Services finden sich auf den neuen digitalen Infostelen sowie der SmartCity-App für vernetzte Angebote.“

Als Einstieg gibt es seit Januar die München SmartCity App die im Auftrag der Stadt München von der Portal München Betriebsgesellschaft und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) entwickelt wurde. Der Geschäftsführer der Münchner Verkehrsgesellschaft, Ingo Wortmann, freute sich, „mit der Integration der Mobilitätsinformationen und -angebote der MVG in die München SmartCity App einen großen Beitrag zur Freizeitmobilität in München zu leisten. Die Auskunft, wie der Bürger von den Mobilitätsstationen im Quartier zu seinem Ziel kommt, wird damit ganz einfach. Über unsere Verkehrsmittel Bus und perspektivisch Rad sowie E-Trike und Pedelec, bieten wir eine Vielzahl an Mobilitätsoptionen im Projektgebiet Neuaubing – Westkreuz.“

Doch das ist noch längst nicht alles. Laut dem Geschäftsführer der Portal München Betriebsgesellschaft, Dr. Lajos Csery, sind neben den aktuellen Funktionen wie einer interaktiven Karte mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, MVG Rad, Carsharing, Fußgängerwegen, Eventsuche, Kinosuche und Infos über städtische Services, weitere Features geplant. „Die Weiterentwicklung der beliebten München App bietet jetzt allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zur Smart City“, sagte Csery. „Neben Optimierungen und noch mehr Nutzerfreundlichkeit sind auch neue Services im Bereich der Mobilität und der Stadtverwaltung hinzugekommen. Und wir arbeiten bereits an der Entwicklung weiterer smarter Services, wie einer zentralen Bezahlfunktion oder einem Zugang zu Messdaten.“

Alle EU-weiten Innovationen gibt es unter www.smarter-together.eu zu sehen, die Neuheiten aus München unter www.smarter-together.de.

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