Es klingt im ersten Augenblick erst einmal seltsam. Was haben Sensoren auf Gummibärchen zu suchen? Für die Medizin aber könnte das einen großen Schritt in der Diagnostik bedeuten.
Forscher der technischen Universität München haben gemeinsam mit Kollegen des Forschungszentrums Jülich Mikroelektroden auf weiche Oberflächen gedruckt. Den Experten um Forschungsleiter Bernhard Wolfrum ist es gelungen, Gummibärchen entsprechend zu verändern und ein Mikroelektroden-Array aufzubringen. Da diese Bauteile aus einer großen Zahl an Elektroden bestehen, können sie Veränderungen der elektrischen Spannung in Zellen messen. Sie treten auf, wenn Nerven- und Muskelzellen aktiv sind.
Um den Mikroelektroden-Array auf ein Gummibärchen zu drucken, hat das Team eine Hightech-Variante eines Tintenstrahldruckers verwendet. Für die Elektrodenbahnen verwendeten sie eine kohlenstoffhaltige Flüssigkeit, die sie mit einer Schutzschicht überzogen. So soll vermieden werden, dass sie die Sensoren ungewollte Signale aufzeichnen. Experimente mit Zellkulturen zeigten bereits, dass zuverlässige Informationen geliefert werden.

 

Foto: Nouran Adly/TUM

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Über den Autor

Author profile picture Christiane Manow-Le Ruyet ist Journalistin. Stets neugierig und immer bereit Neues zu erfahren. Neben IT und Architektur ist sie auch in den Bereichen Nachhaltigkeit und Food zu Hause. Und wenn sie mal nicht schreibt, zeichnet sie. Am liebsten Sketchnotes. Das ist ihr zweites Steckpferd - als ausgebildete Innenarchitektin vielleicht auch kein Wunder.