Der Unternehmer ist die treibende Kraft hinter einem Unternehmen. Deshalb verleiht EY seit mehr als zwanzig Jahren einen Unternehmerpreis. Erfolgreiche Unternehmer aus sechzig verschiedenen Ländern erhalten den Entrepreneur of the Year Award. „Wir schauen dabei nicht auf den Betrieb, sondern auf den Unternehmer selbst. Seine oder ihre Vision, Leidenschaft und strategische Ausrichtung, persönliche Integrität und Autorität sowie sozialer und internationaler Einfluss sind am wichtigsten“, sagt Inge Dinnessen, Managerin bei EY.

Innerhalb des Entrepreneur of the Year Award gibt es zwei Kategorien. Die Hauptkategorie konzentriert sich auf Großbetriebe mit etablierten Unternehmern. Die Unternehmer Jan-Renier Swinkel aus Bayern und Tijn van Elderen aus Brabantia erhielten die Auszeichnung bereits einmal. In diesem Jahr wurde unter anderem Jeroen van Glabbeek von CM.com aus Breda nominiert. Des Weiteren gibt es einen Emerging Entrepreneur of the Year, einen Jungunternehmer, der für ein erfolgreiches Startup oder Scale-up verantwortlich ist. Lex Hoefsloot von Lightyear aus Helmond ist einer der Nominierten in diesem Jahr. Zwölf Unternehmer werden in dieser Kategorie um den Preis kämpfen. Weit mehr als in der Hauptkategorie. Dort gibt es vier Teilnehmer.

Jungunternehmer mit einer innovativen Perspektive

Die aufstrebenden Unternehmer werden sich am 4. September einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von Jan Kees de Jager vorstellen. Die Jury wählt die vier Unternehmer aus, die am 2. Oktober das nationale Finale erreichen werden. „Es gibt harte Auswahlkriterien, die ein Unternehmer erfüllen muss, um teilnehmen zu können“, sagt Dinnessen. „Es geht nicht nur um finanzielle und messbare Kriterien wie den Umsatz. Es geht auch um Themen wie Nachhaltigkeit und soziales Engagement“, ergänzt Katja Hilckmann, Associate Partnerin bei EY. „In dieser Kategorie spielt die Innovation eine wichtige Rolle. Die Unternehmen brauchen oft einen neuartigen Aspekt, um so schnell wachsen zu können.“

Darüber hinaus ist laut Dinnessen auch die Motivation der Unternehmer in dieser Kategorie besonders. „Junge Unternehmer wollen etwas bewirken, indem sie Lösungen für soziale globale Probleme finden. Ein hohes Gehalt und gute Arbeitsbedingungen sind hier weniger wichtig“, sagt sie. „Sie denken nicht mehr in einem Produkt, das sie auf den Markt bringen wollen. Sie suchen nach der besten Lösung für ein Problem und bauen ein Geschäft darauf auf.“ Nach Ansicht der Managerin entsteht so ein neuer Unternehmertyp und eine ganz andere Dynamik im Geschäft.

Internationale Veranstaltung in Monaco

Die vier Teilnehmer der Hauptkategorie haben keine Vorrunde. Sie präsentieren sich nur beim nationalen Finale. Der Gewinner dieser Kategorie nimmt dann an der internationalen Veranstaltung Entrepreneur of the Year in Monaco teil. „Es ist eine so schöne Veranstaltung, bei der sich Unternehmer aus aller Welt treffen und Erfahrungen austauschen“, sagt Hilckmann. „Deshalb darf der Gewinner in der Nachwuchskategorie auch nach Monaco kommen. Das ist eine interessante und inspirierende Erfahrung.“

Weiteres Wachstum als Unternehmer

Unternehmer in beiden Kategorien erhalten viel Ehre, ebenso wie ein Pitch-Training, Zugang zu einem großen Netzwerk und einer EY-Strategie-Sitzung. Das Pitch-Training wird während des Jury-Tages und des nationalen Finales sehr nützlich sein. „Der Gründer des Unternehmens oder der Erfinder der Idee ist nicht immer derjenige, der die Geschichte am besten erzählen kann“, erklärt Hilckmann. „Mit dem Training stellen wir sicher, dass der Unternehmer in der Lage ist, seine eigene Geschichte gut zu erzählen. Zusätzlich zum Training erhalten die Teilnehmer auch eine Strategiesitzung. „In dieser Sitzung werden sie gemeinsam mit ihrem Managementteam einen Fahrplan auf der Grundlage der sieben Säulen erstellen, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Es geht um Kunden, Transaktionen, digital, Menschen und Kultur, Geschäftsabläufe, Finanzierung und Risiko. Für jede Säule besprechen sie, wo sie als Unternehmen stehen und wohin sie gehen wollen. Sie legen dann die konkreten Schritte fest, die zur Erreichung dieser Ziele unternommen werden müssen.“

Frauen in der Minderheit

Auffällig ist, dass es unter den Nominierten nur wenige Frauen gibt. Das hat laut Dinnessen und Hilckmann zwei wichtige Gründe. „Prozentual gesehen gibt es einfach weniger Unternehmerinnen als Unternehmer. Darüber hinaus sind Frauen oft zu bescheiden, um allein in den Vordergrund zu treten. Sie sagen oft, dass sie alles zusammen mit ihrem Team machen und deshalb nicht allein auf der Bühne stehen wollen.“

Aber auch männliche Unternehmer betonen laut Hilckmann häufig, dass sie alles gemeinsam mit ihrem Team machen. „Fast jeder Unternehmer beginnt oder beendet damit seinen Pitch.“  Das ist dem Unternehmen zu verdanken. „Ein Unternehmen besteht aus menschlicher Zusammenarbeit. Es wächst durch den Einsatz verschiedener Mitarbeiter, begann aber mit der Vision dieses einen Unternehmers. Das ist es, was den Preis so interessant macht.“

Auch im nächsten Jahr wird EY wieder den Entrepreneur of the Year Award vergeben. Sind Sie oder kennen Sie einen erfolgreichen Unternehmer? Registrieren oder nominieren Sie eine andere Person über diesen Link.