© Piëch Automotive

Das Start-up-Unternehmen der Automobilbranche mit Sitz in Zürich, Piëch Automotive AG, hat eine Reihe von Führungskräften ernannt, die von der Konkurrenz abgeworben wurden. So wurde Matthias Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Porsche und Volkswagen, zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Der ehemalige BMW Motorsport Chefingenieur Klaus Schmidt bleibt zwar Chief Technology Officer von Piëch Automotive, wird aber auch einer von zwei CEOs des Unternehmens. Er hat in den vergangenen vier Jahren die Entwicklung der modularen Fahrzeugplattform des Unternehmens geleitet, die mehrere Karosserievarianten und Antriebsstrang-Layouts ermöglicht. Künftig soll er die Leitung des gesamten technischen Betriebs beaufsichtigen. 

Die Funktion des zweiten CEO wird Chief Marketing Officer Andreas Henke bekleiden und gleichzeitig die Führung in den Bereichen Markenstrategie und Marketing, Kundenbeziehungen, Finanzen und Personal übernehmen. Er war zuvor beim High-End-Audio-Hersteller Burmester tätig und davor bei Porsche. Piëch Automotive will in nächster Zeit noch weitere „kreative Talente und erfahrene Führungskräfte“ aus der Automobil- und verwandten Branchen einstellen, wie zum Beispiel Jochen Rudat. Der Ex-Tesla-Manager ist vor Kurzem als Vertriebsleiter bei Piëch Automotive eingestiegen.

Finanzierung steht

Die erste Finanzierungsrunde, in der unter anderem der Investor Peter Thiel an Bord kam, hat Piëch Automotive erfolgreich abgeschlossen. Die nächste Finanzierungsrunde wird in den kommenden Monaten unter der Leitung des Finanzberaters UBS durchgeführt. Sie soll zusätzliches, benötigtes Kapital für die Lancierung des Serienautos sichern. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die nächste entscheidende Etappe zur Einführung des rein batterie-betriebenen, zweisitzigen Sportwagens. Das Design ist abgeschlossen, nun sollen die ersten Prototypen in Betrieb gehen. Außerdem wollen die Schweizer wichtige Partner für die Fahrzeugentwicklung gewinnen und mit dem Bau des Piëch Engineering Campus in Memmingen beginnen.

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Rekord-Ladezeit

Das innovative, modulare Fahrzeugkonzept von Piëch Automotive ermöglicht zahlreiche Karosserievarianten, Antriebsarten und kontinuierlich mögliche Upgrades in Hard- und Software. Darüber hinaus baut Piëch Automotive auch auf ein innovatives Geschäftsmodell, das in der Konstruktion und im Betrieb kapital- und ressourcenschonend ist und so „zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beiträgt“.

Als erstes von drei geplanten Fahrzeugkonzepten werde der zweisitzige Elektro-Sportwagen die revolutionäre Batterie- und Ladetechnologie von Piëch Automotive präsentieren, erklärt Piëch Automotive. Das Auto kann in einer Rekordzeit von gerade mal 4 Minuten und 40 Sekunden auf eine Batteriekapazität von 80% geladen werden und eine Reichweite von 400 Kilometern erzielen. Die maximale Reichweite des Fahrzeugs wird nach Aussagen der Erfinder voraussichtlich 500 Kilometer (WLTP) betragen. Ende 2022 soll das erste geplante Fahrzeugkonzept erhältlich sein. Erstmals vorgestellt wurde der Prototyp beim Autosalon in Genf 2019.

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Über den Autor

Author profile picture Petra Wiesmayer ist seit mehr als 25 Jahren als Journalistin und Autorin tätig. Sie hat bis heute hunderte Interviews mit Prominenten aus Entertainment, Sport und Politik geführt und zahllose Artikel über Entertainment und Motorsport für internationale Medien recherchiert und verfasst. Als großer Science-Fiction-Fan ist sie fasziniert von Technologien, die die Zukunft der Menschheit mitbestimmen könnten und liest und schreibt gerne darüber.