‚Your sneak preview of the future‘ ist der Slogan von Innovation Origins und darum geht es auch in der Kolumne Start-up of the Week. In den letzten Tagen wurden vier Start-ups des Tages vorgestellt und am Samstag wählen wir einen Wochensieger.

Innovation Origins präsentiert an jedem Arbeitstag ein Start-up of the Day

Wir betrachten verschiedene Themen wie Nachhaltigkeit, Entwicklungsphase, praktische Anwendung, Einfachheit, Originalität und die Übereinstimmung mit den Zielen der UNESCO für nachhaltige Entwicklung. Am Ende wird das Start-up of the Week bekanntgegeben.

Hańderek Technologies – Kraftstoff aus Abfall

Kraftstoffe sind sowohl Fluch als auch Segen. Als der Mensch im 19. Jahrhundert entdeckte, dass wir durch die Verbrennung bestimmter Stoffe alle möglichen mechanischen Handlungen ausführen können, führte dies zu einer industriellen Revolution. Diese Substanzen haben leider nicht nur Vorteile. Sie sind nicht gerade nachhaltig.

Doch das muss nicht so sein, dachte das polnische Start-up Hańderek Technologies, das zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Sie produzieren einen Kraftstoff aus einem Rohstoff, von dem es auf der Erde mehr als genug gibt: Kunststoffabfälle! So wird selbst der hartnäckigste Abfall – der Jahrhunderte benötigt, um auf Deponien und im Meer zu verrotten – plötzlich zu einem nützlichen Baustein, um die Welt ein wenig nachhaltiger zu machen. Die Versuchsphase ist nun abgeschlossen und das Signal für die industrielle Massenproduktion steht auf Grün.

Printec Bites – Insekten-Snack in Riegelform

Insekten zu essen würde viele Probleme lösen. Die Kabbelbiester enthalten alle Nährstoffe, die auch andere tierische Produkte enthalten – allerdings für einen Bruchteil ihres ökologischen Fußabdrucks. Aber Insekten sehen nicht sehr lecker aus. Vor allem in den westlichen Ländern ist ihr unappetitliches Image ein zu großes Hindernis für einen vollwertigen Fleischersatz.

Aber was ist, wenn die Insekten nicht wie Insekten aussehen? Printec Bites hat sich mit dieser Strategie an die Arbeit gemacht. Mit einem 3D-Drucker verwandeln sie Mehlwürmer in Riegel und Kekse. Sowohl von der Konsistenz als auch vom Aussehen her sind die glitschigen Bestandteile im Endprodukt nicht mehr erkennbar. Haltbar? Zweifellos. Lecker? Keine Ahnung, Innovation Origins hat keinen Geschmackstest durchgeführt.

View Derma – Hauttumore mit Smart-Kamera superschnell entdeckt

Beim Thema Krebs ist ein proaktiver Ansatz um ein Vielfaches wirksamer als ein reaktiver. Die frühe medizinische Hilfe ist die beste. Frühzeitig behandelt ist Krebs seltener tödlich. Das Problem ist allerding, dass ein bösartiger Tumor jahrelang unter dem Radar bleiben kann, bis er sich manifestiert. Dann kann es für jede Hilfe zu spät sein.

View Derma hat eine Kamera entwickelt, die mit einem selbstlernenden Algorithmus ausgestattet ist, der die Haut ‘scannt’. Das Gerät sieht ein wenig wie ein Barcode-Scanner aus. Doch statt Preis- und Produktinformationen scannt er die Haut auf kleinste Flecken, die auf Hautkrebs hinweisen könnten. Ist es ein unschuldiges Muttermal oder steckt mehr dahinter? Mit dieser Technik lässt sich das im Handumdrehen feststellen. View Derma erfasst eine tiefere Schicht als Dermatoskope, mit denen Dermatologen derzeit nur die Epidermis untersuchen können. Das ist nicht nützlich bei einer Krankheit, von der bekannt ist, dass sie jahrelang unter dem Radar bleibt…

Kipster – Was war zuerst da, das grünste Huhn oder das nachhaltigste Ei?

Das Leben der Hühner in den holländischen Kipster-Höfen wird für manch ein Masthuhn reine Utopie sein. Nicht nur, dass sie in ihren großzügigen Quartieren umherstreifen können, sie sind auch Weltmeister der Nachhaltigkeit. Wie haben sie diesen Titel gewonnen? Mit ein wenig Hilfe von klugen Köpfen der niederländischen Universität Wageningen; auch bekannt als das Silicon Valley der Lebensmittelindustrie.

Der Groschen fiel beim geistigen Vater der Hühnerzüchter, als er einer Gruppe afrikanischer Bauern eine Führung durch seine Farm gab. An den Lebensbedingungen der Tiere war nichts auszusetzen. Aber es wurde deutlich, dass das Futter der Tiere von so hoher Qualität war, dass die Gäste meinten: “Wenn wir so gutes Getreide und Mais in Afrika hätten, würden wir es selbst essen”.

Dies brachte den Hühnerzüchter auf die Idee, wie man nachhaltige Alternativen nutzen könnte, um sowohl Getreide zu sparen als auch die Hühner bei optimaler Gesundheit zu halten. Die Lösung? Die fehlerhaften Backwaren großer Bäckereien, die sonst im Müll landen würden. Das letztendliche Ziel ist ein vollständig zirkulärer arbeitender Geflügelsektor, in dem der Tierschutz so hoch wie möglich bleibt und gleichzeitig der ökologische Fußabdruck so klein wie möglich gehalten wird. Ein tolles Ziel, über das unsere Herausgeber – gerade zu Ostern – sehr erfreut waren. Kipster legte in dieser Woche das IO-Ei des Kolumbus.

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