Es war eine weitere interessante Woche für alle, die an der Entwicklung der Mobilität beteiligt sind. Unser Nationalstolz, der Lightyear One, wurde enthüllt, unser König eröffnete eine grüne Wasserstoffanlage in Veendam und BMW hat angekündigt, dass sie noch mindestens 30 Jahre lang Dieselmotoren produzieren werden. Obwohl ich die Entwicklung von Verbrennungsmotoren sehr interessant finde und genau verfolge, ist ein Verbrennungsmotor als Antrieb für Autos eigentlich ungeeignet, weil es ein stationärer Motor ist. Variable Ventilsteuerung, Zylinderabschaltung, Hybridtechnologien, variables Verdichtungsverhältnis usw. ändern dieses Prinzip nicht.

Brennstoffzellen-Taxi-Flotte

Da fast die gesamte Infrastruktur um den Verbrennungsmotor und die fossile Energie herum aufgebaut ist, ist die Prognose von BMW für 2050 sehr positiv. Es sei denn, BMW meint unzugängliche Gebiete in Afrika, aber das ist kein Problem, denn dies wird Lightyear lösen.

Weitere interessante Neuigkeiten aus Den Haag. Hier entsteht die erste niederländische „Brennstoffzellen-Taxiflotte“ mit 35 Toyota Mirai. Entscheidend ist hier die schnelle Betankung, so dass die Fahrzeuge rund um die Uhr verfügbar sind.

Und so wiederholt sich die Geschichte. Schiphol entschied sich für die elektrische Tesla-Batterie und Den Haag teilweise für Wasserstoff. 1909 entschied sich die Gemeinde Amsterdam für das Elektrotaxi auf der Grundlage von Kilometerkostenberechnungen, während Den Haag sich für das Benzintaxi entschied. Im Jahr 1908 berechnete die Gemeinde Den Haag, dass die Betriebskosten des Unternehmens viel niedriger wären als bei Verwendung von Elektrofahrzeugen.

Armdrück-Wettbewerb

Mit diesen Fakten kommen wir zu einem interessanten Schluss. Die heutige Zeit wird weithin für all die Informationen gelobt, die in Echtzeit verfügbar sind und in der Regel für jeden kostenlos zur Verfügung stehen. Obwohl viele Informationen farbig dargestellt sind, ist das Lesen zwischen den Zeilen ein ziemlich guter Weg, um festzustellen, was die Realität ist. Das macht es umso seltsamer, dass es solche Widersprüche gibt, wenn es um alle möglichen Aspekte der verschiedenen Antriebsstränge geht. Batterie-Elektrik und Wasserstoff stehen sich diametral gegenüber, während beide die globale Erwärmung bekämpfen und die mit der Nutzung fossiler Brennstoffe verbundenen geopolitischen Risiken reduzieren wollen. Sie haben also ein gemeinsames Interesse. Bei unserer Debattier-Kultur geht es jedoch nicht darum, nach Gemeinsamkeiten zu suchen, sondern einen Armdrück-Wettbewerb mit geschickt gewählten Argumenten zu gewinnen. Und wenn Sie ein sehr guter Debattierer sind, können Sie das auch ohne die richtigen Argumente tun.

Der Verband der Elektrofahrer (VER) hat einen mutigen Versuch unternommen, die Parteien zusammenzubringen. Poldern also. Siehe diesen Livestream.

In der Abschlusssitzung plädierte unter anderem die RAI Association für einen Ausgleich der Polarisierung. Oder grob übersetzt: Raus aus den Schützengräben und vereinigt euch!

Über diese Kolumne:

In einer wöchentlichen Kolumne, die abwechselnd von Maarten Steinbuch, Mary Fiers, Carlo van de Weijer, Eveline van Zeeland, Lucien Engelen, Tessie Hartjes, Jan Wouters, Katleen Gabriels, Peter de Kock und Auke Hoekstra geschrieben wird, versucht Innovation Origins herauszufinden, wie die Zukunft aussehen wird. Diese Kolumnisten, gelegentlich ergänzt durch Gast-Blogger, arbeiten alle auf ihre Weise an Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Damit es morgen besser wird. Hier sind alle vorherigen Episoden.